Samstag, 5. Mai 2007

Der neue Mauertourismus

B"H

In der Presse bekamen wir kuerzlich die Mitteilung zu lesen, dass derzeit mehr auslaendische Israel - Touristen die Mauer in Jerusalem besuchen als das Yad Vashem.
Die Sicherheits - Mauer in Jerusalem wurde vor wenigen Jahren gebaut und trennt Teile West- und Ostjerusalems. Vor allem rund um den French Hill, an der Hebraeischen Universitaet am Mount Scopus, ist sie fuer jederman von weitem sichtbar.
Seit der Erbauung der Mauer hat sich ein wahrer Pilgertourismus dorthin entwickelt, angefuehrt von Touristen aus Frankreich.

Wer an der Mauer steht, der bekommt nebenbei von Palaestinensern Vortraege darueber, wie schlimm sie von den Israelis behandelt werden und dass das ganze einem Holocaust gleiche. Das Wort Holocaust wird in der arab. Presse gerne fuer eigene Belange ausgeschlachtet.
Auch werden die Touristen ueber die Checkpoints aufgeklaert, welche Palaestinenser, sollten sie ausserhalb der Mauer leben, durchlaufen muessen.
Ja, das sei alles furchtbar, sagen viele Touristen ohne jedoch einmal nachzudenken, warum das ganze Szenario eigentlich stattfindet.

Mindestens einmal pro Woche wird berichtet, dass Palaestinenser am Checkpoint versuchen, israelische Soldaten zu erschiessen oder sich in die Luft zu sprengen wollen. Vor allem Kinder fallen dabei auf, wie sie sich vermehrt als Selbstmordattentaeter zur Verfuegung stellen.

Seitdem die Mauer steht bzw. landesweit ein Sicherheitszaun gezogen wurde, nahm die Zahl der Attentate ab, so die israel. Armee. Ob dem wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht ja, vielleicht nein.
Erschreckend aber ist das Unwissen der Touristen, die nach dem Mauerbesuch meinen, sie haetten einen realen Holocaust gesehen.

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