Donnerstag, 26. März 2009

30. Jahrestag

Von links: Begin, Carter, Sadat

B"H

Vor genau 30 Jahren schlossen Israel und Ägypten Frieden. Der damalige US - Präsident Jimmy Carter vermittelte zwischen dem israelischen Premier Menachem Begin sowie dem einige Jahre später ermordeten ägyptischen Präsidenten Anwar er Sadat. Heraus kam der bekannte Camp David Friedensvertrag.

Die Frage ist, ob wir einen aufrichtigen Frieden mit Ägypten haben und ob das Modell zwischen Israel und anderen Nahost - Ländern dienen kann ?

Die Mehrheit der Ägypter sieht in Israel nach wie vor einen Fremdkörper. Zwar haben wir einen gewissen Frieden und es kommt hier und dort zur Zusammenarbeit, dennoch, eine richtige freundschaftliche Beziehung beider Länder gibt es nicht. Vor allem nicht im privaten Bereich, sondern wenn, dann fast immer auf politischer Ebene. Kurz gesagt: "Wir sind uns fremd und fern geblieben".

Tausende Israelis fahren in jedem Jahr auf Besuch nach Ägypten. Schnell mal eben so fürs Wochenende oder einen Feiertag in den Sinai nach Dahab. Oder halt Kairo, Assuan oder ins Tal der Könige, aber sonst ? Was verbindet uns eigentlich ? Wichtig ist, dass Israelis dort Urlaub machen können und nicht an jeder Ecke abgeknallt werden. Das war es und dann geht es wieder ab nach Hause.

Für Israel war der Friedesnvertrag ein großes Opfer, denn wurde die Sinaihalbinsel an Ägypten zurückgegeben, genauso wie später der Ort Tabah bei Eilat. Als der Sinai aufgegeben worden ist, war der Protest groß, denn die Siedler aus dem israelischen Ort Yamit wurden, wie vor wenigen Jahren die Bewohner Gush Katifs, aus ihren Häusern geworfen. Laut eigenen Aussagen haben sie diesen Schock nie überwunden.

Nicht, dass der rechte Menachem Begin seinerzeit so friedensliebend war; es war die Knesset, die für den Frieden mit Ägypten stimmte.
Für Israel war dieser Vertrag sicher von Vorteil und an der Hebrew University von Jerusalem gab es zum 30. Jahrestag eine Feierstunde. Ägypten hingegen feiert nicht. Sie stehen größtenteils zu den Palästinensern und wer auf den letzten Gazakrieg zurückschaut, der kann sich vorstellen, wie gerade die Meinung der ägyptischen Bevölkerung lautet. Außerdem hatte der neue zukünftige Außenminister Avigdor Lieberman Präsident Mubarak in der Vergangenheit beschimpft. Von israelischer Seite wird kritisiert, dass die Ägypter sich als unfähig erwiesen haben, den Waffenschmuggel vom Sinai in den Gazastreifen zu unterbinden.

Einen Frieden mit Ägypten gibt es, doch richtig zusammengefunden haben Israelis und das Land der Pharaonen nie. Vielleicht ist es ja auch der Fluch der biblischen Vergangenheit … Es lebe also der KALTE FRIEDE !

Link:

Weitere Details zum Friedensvertrag



Die einzige noch lebende Person von damals ist Jimmy Carter, der sich heute als antisemitisch und absolut anti - israelisch erweist.

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