Sonntag, 31. Januar 2010

Jüdische Kapos vor israelischen Gerichten

B"H

Die Tageszeitung MAARIV brachte in ihrer Freitagsausgabe (29. Januar 2010) einen seitenlangen Artikel zum Thema "Kapos in Israel".
Äußerst lesenswert !

Man kann im Internet einiges zum Thema finden. Auf Youtube hingegen fand ich kaum etwas, außer dem Gerichtsprozess der Mörder von Bergen - Belsen (SS - Offiziere und Kapos zugleich).

Wie aber war das mit den jüdischen Kapos ?  
Jenen, die nach der Schoah nach Israel einwanderten, doch die zur NS - Zeit mit den Nazis zusammengearbeitet hatten. Juden, die den Nazis willige Helfer waren, gab es anscheinend genug. Angefangen von denjenigen, die andere Juden an die Gestapo verrieten, um sich ihr eigenes Leben zu sichern, über Rudolph Kasztner von der Jewish Agency bis hin zu jenen Kapos, die in den KZs brutal auf ihre jüdischen Mitgefangenen einschlugen.

So mancher Kapo, der nach dem Krieg in den jungen Staat Israel einwanderte, dachte, er sei ungeschoren davongekommen. Nicht wenige von ihnen bewarben sich auch in Israel bei der gerade ins Leben gerufenen Polizei. Und nicht wenige wurden von ehemaligen Häftlingen auf der Straße erkannt. So berichtete die Tageszeitung HAARETZ im Januar 1946 von einem Vorfall in Tel Aviv: 

Gegen 12.30 Uhr mittags stürzten sich mehrere Leuten auf einen elegant gekleideten jungen Mann. Tatort: Ecke Allenby / Ben Yehudah Street.
Der Mann wurde verprügelt und als "Mörder" beschimpft. Schliesslich gelang es dem Mann zu entkommen. Der Polizei erklärte man, dass der Mann im Ghetto Ostrovitch mit der Gestapo zusammengearbeitet habe.

Kaum waren die Holocaust - Überlebenden den Schrecken der Vernichtungslager entkommen, konnte es ihnen passieren, dass sie ausgerechnet in Israel ihrem einstigen Kapo mitten auf der Straße gegenüberstanden.

In den Jahren zwischen 1950 - Anfang der 60iger Jahre fanden in Israel ca. 40 Kapo - Prozesse statt. Nicht nur Kapos, sondern auch denjenigen, die dem NS - Regime willig waren. 
Juden wohlgemerkt.
Der letzte Kapo - Prozess fand im Jahre 1971 gegen eine Frau statt, die in einem KZ auf deutschem Boden eingesetzt worden war.

Die Mehrheit der Angeklagten wurde relativ mild abgeurteilt. Für brutale Stockschläge an Hunderten Gefangenen kamen jüdisch - israelische Kapos mit ein paar Monaten Gefängnis (in Israel) davon. Gerade so als fände man das Thema zu lästig. Der junge Staat Israel wollte die Holocaust - Überlebenden in der Opferrolle und nicht genauso als Helfer (Kapo, Ghettopolizist oder Judenratsmitglied) des NS - Regimes. Man schaue auf Rudolph Kasztner, der einen Zug für mehr als 1000 ungarische Juden in die Schweiz organisierte, doch sich zum willigen Helfer Eichmanns und anderen machte. In Israel machte Kasztner nach dem Krieg Politkarriere, doch jene Ungarn, die wussten, um wen es sich bei ihm handelte, machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Kasztner wurde verurteilt, aus Rache auf offener Straße erschossen und ein Jahr danach wieder freigesprochen.

Die ehemaligen Kapos selber rechtfertigen sich bis heute und sie finden willige Zuhörer. Man habe das Leben und das der Familie retten wollen. "Was hätte ich denn machen sollen, wenn der SS - Offizier mir droht, meine Mutter zu erschiessen ? Was hättet Ihr da gemacht ?"
So lauten die Klagen und man könnte glatt ins Grübeln kommen.
Ferner verheißt es, dass man durch die Schläge am Häftling Schlimmeres verhindert habe. Vielleicht hätte die SS denjenigen ja noch brutaler verprügelt und außerdem haben Kapos auch andere Juden gerettet".

Vergessen wird, dass es immer darauf ankommt, wie man seinen "Job" ausführt und genau dabei zeigten viele der jüdischen Kapos keine Gnade. Rabbi Mordechai Machlis aus Jerusalem (gebürtig und aufgewachsen in New York) berichtete die Story von einem Bekannten, dessen Vater im Vernichtungslager Auschwitz von einem jüdischen Kapo grundlos grün und blau geschlagen wurde, ohne dass ein SS - Mann dabeigewesen war.

Vorfälle dieser Art gab es sicher zuhauf und kaum ein Kapo kann freigesprochen werden. Bis heute ist das Thema in Israel nicht sehr populär und man schweigt. Auch bleiben die Kapo - Akten noch lange unter Verschluss, denn viele Nachkommen wissen gar nicht, was der Opa oder die Oma da so im KZ trieben. Man wolle keine Familien zerstören, so heißt es. An die Opfer wird weniger gedacht und nicht wenige Male wurden in Israel JUDEN vor Gericht zu Schuldigen gemacht. Der Kapo kam heil davon, denn schnell sollte alles unter dem Teppich verschwinden.

Uuupppsss, Hillary verliert ihren Schuh


Samstag, 30. Januar 2010

AM:PM gegen Super Baba

Photo: Religion and State in Israel


B"H

Die Tel Aviver 24 - Stunden - Lebensmittelkette "AM:PM" bekommt Konkurrenz. Der "Super Baba" will sich zur riesigen Kette erweitern und AM:PM in Tel Aviv das Fürchten lernen. In der Ibn Gavirol Street ist das anscheinend gelungen, denn "Super Baba" bietet neben dem 24 Stunden lang geöffnet sein, viel preiswertere Waren an als die Konkurrenz AM:PM  um die Ecke bei.

Wer mehr Erfolg haben wird, zeigt die Zukunft. Mir jedenfalls ist noch kein "Super Baba" begegnet und ich kann den "Mega" empfehlen. Teilweise bis Mitternacht geöffnet und sicher billiger als Baba oder AM.

China / Afrika Town in Tel Aviv

Welche Stadt ist das ???


Das ist Tel Aviv - Süd, nahe Busbahnhof.

B"H

Im Dezember 2009  waren insgesamt 255,000  Gastarbeiter in Israel anwesend. Eine gehörige Anzahl von ihnen illegal. Und wie man das so kennt - jeder will bleiben und nicht heim nach China, Thailand, auf die Philippinen, nach Nepal, Russland, Polen, Rumänien, Afrika oder Südamerika.

Israel aber ist als Auffangbecken für das Elend der Welt zu klein und außerdem identifizieren wir uns als Judenstaat. Die Regierung will so schnell wie möglich neue Reformen verabschieden, damit die Ausländerflut ein Ende nimmt. Insbesondere die Einschleusung von Afrikanern über Ägypten.

In Israel angekommen, sind die Gastarbeiter zwar leichte Beute auf dem Billigarbeitsmarkt, Integration jedoch findet nicht statt. Viele Israelis wollen zwar die billige Arbeitskraft, die nicht aufmuckt, doch in der israelischen Gesellschaft sind sie unerwünscht.
Stimmen werden nur dann laut, wenn die Regierung einmal wieder mit der Abschiebung droht und die Landwirte ihre Ernte in Gefahr sehen, denn kaum ein Israeli will sich als Erntehelfer betätigen. Gleichfalls die Restaurantbesitzer der Suschi Bars oder anderer fernöstlicher Fressbuden. Suschi erfreut sich in Israel teurer Beliebtheit, doch Japaner werden dazu kaum beschäftigt. Die seien zu teuer und da halten Thailänder oder Chinesen her. Auf den fernöstlichen Touch will man allerdings nicht verzichten, denn ein Asiate im Restaurant macht sich immer gut. Selbst als billige Schuftereidekoration.

Diese Woche ...

B"H

Gestern (Freitag) noch super Wetter und Sonne, heute (Schabbat) hingegen war in Jerusalem ein Tag, an dem man am liebsten im Bett bleiben täte. Alles grau in grau und wolkenverhangen. Dazu kam am Nachmittag ein Sturm auf. Zwischendurch jedoch konnte man immerhin draußen sitzen, denn kalt war es nicht.

Ab morgen (Sonntag) kommt die Kälte (13 Grad) zurück. Gegen Wochenende wird es dann wieder regnen und stürmen.

Freitag, 29. Januar 2010

Schabbat Schalom


Jerusalem ist immer und allerorts voll Politik.


B"H

Da wollte ich noch bei dem sonnigen Wetter kurz an den Strand und nun bin schon wieder spät dran. Es gibt kaum etwas Schöneres als an einem fast arbeitsfreien Tag morgens herumzutrödeln und dabei die Zeitung zu lesen. Zu lesen gibt es in den Wochenendausgaben immer reichlich. Die Politik ist überall und ein Entkommen gibt es nur, wenn man sich allein wegschliesst. Ansonsten wird immer und ewig diskutiert und bei uns in der Bäckerei weiss ein jeder, was der andere wählen tut.

Sarah Netanyahu ist einmal wieder mehr das Klatschopfer der Presse, denn es meldete sich eine weitere Mitarbeiterin (ehemalige Privatsekretärin), welche ein Jahre lang (1996 - 1997) in Sarahs Diensten stand und jeden Tag von ihrer Chefin heruntergeputzt worden war.
Wozu braucht Sarah Netanyahu eigentlich eine Privatsekretärin ? 

Manche Leute überschätzen sich masslos. Das bekomme auch ich des öfteren zu spüren: Will ich jemanden nach spezifischen Details zum Leben befragen und derjenige kriegt mit, dass ich eventuell darüber im Internet berichte, kommt schon die Frage nach dem Geld. Jeder will heutzutage bezahlt werden. Selbst wenn es der Obdachlose auf der Straße oder die Prostituierte an der Ecke ist. Infos gibt es heute nicht mehr leicht und selbst wenn man zahlt, wer sagt, dass die Infos dann stimmen. Prostituierte, zum Beispiel, lieben es, herumzujammern. Man habe Kinder, keinen Job und der Mann sei abgehauen. Wie bitteschön soll man also die Miete zahlen, wenn nicht vom Strich. Kaum eine sagt, sie habe sich ans schnell Geld gewöhnt und verprasse gerne. Es sei denn, man kennt die Dame etwas länger und näher.
Jemanden zum Essen einladen und dann zu befragen ist dagegen Standard. Zumindest ein oder zwei Tassen Kaffee sollten auf den Tisch kommen. Und wer Glück hat, der bekommt einen Gesprächspartner, der nicht dreimal Essen bestellt; von den Getränken erst gar nicht zu reden.

Heute und morgen ist das Wetter sonnig und frühlingshaft. Touristen meinen am Freitag stets, sie müssen nach Jerusalem weiterreisen, um dort ein wenig (Schabbat)Atmosphäre mitzubekommen. Die Hostels sind bestimmt etwas billiger als sonst, denn es ist noch längst keine Hochsaison. Aber, wie ich schon x - Mal sagte, lasst Euch in der arabischen Altstadt samt Jaffa Tor nicht von Pali - Schleppern in ein Hostel karren, sondern sucht selber ! Kommt ihr mit so einem nervigen Schlepper ("I can show you the Old City afterwards") ins Hostel, dann zahlt Ihr drauf, denn der Typ hat Absprachen mit dem Hostelbesitzer und kassiert Provision, die auf Euer Konto geht. Und lauft nicht mit jedem Pali mit, der sich als Guide ausgibt. Der will Euch ebenso ans Portemonnaie ! Nehmt Euch einen Stadtplan und geht selber los. In der Altstadt sind Hostels leicht zu finden. Am Jaffa Tor das "Petra" (immer noch billiger als die Nachbarn des fensterlosen "Yaffa Gate Hostels". Die Gefahr der Touristenabzocke liegt in Jerusalem besonders hoch.

Am Nachmittag fahre ich ebenso in die Heilige Stadt. Schabbat, Freunde treffen und so. Endlich einmal Zeit, was unter der Woche kaum möglich ist. Ein Freund von mir, Israeli, 55, aus Haifa und derzeit auf Jobsuche, kommt heute nach Jerusalem. Über alles kann man bequem mit ihm reden, nur nicht über Haifa und die bisher erfolglose Jobsuche. Wer älter ist, hat fast ausgedient. Auch dann, wenn er noch fit ist und eine gute Qualifikation vorweisen kann. Das Problem ist, dass die Vorgesetzten irgendwelche jungen Leute sind und meinen, da kommt halt so ein alter Knacker. Klapprig und doof. Mit dem kann man es machen. Eine gemeinsame Freundin von uns meinte, G. solle sich halt mit irgendwas selbständig machen. Er habe doch Beziehungen, kenne viele Leute und doof ist er auch nicht. Das Wissen ist da, nur am Willen fehlt es. Vielleicht wegen des Alters oder der ewigen Absagen.
Also sehe ich auch G. und wir reden nicht über Haifa.

Und jetzt verabschiede ich mich in die Sonne und rede auch nicht mehr von Arbeit ! :-)

"Schabbat Schalom" an alle Leser !

Die Vergessenen

B"H

Aufgrund des Internationalen Holocaust - Tages in dieser Woche, hier ein Erlebnisbericht von mir. Verfasst im Jahre 2007, doch stets aktuell:

Donnerstag, 28. Januar 2010

"Lecha Dodi "Likrat Kalah







"Lecha Dodi" ist Bestandteil des Abendgebetes Maariv am Erev Schabbat (Freitag abend) ! Man heisst die "Braut" Schabbat Willkommen.

"Auschwitz" am Nürnberger Hauptbahnhof

B"H

Ein kleiner antisemitischer Schwank aus meinem Leben in Deutschland:

Es ergab sich eines Tages, dass ich mich entschloss, in das Mac Donald's am Nürnberger Hauptbahnhof zu gehen. Am Tag, an dem der Club gegen die Bayern spielen sollte.

Vor mehr als zehn Jahren sah ich persönlich selten Neonazis oder Ähnliches durch Nürnberg laufen. Eher machten mir die ca. einmal pro Jahr stattfindenden Burschenschaftstreffen angst. Dort, wo ich früher studierte, gingen die Burschen um und einer davon kam täglich ganz stolz in bayerischer Tracht in die Vorlesungen. Allgemein haben die Burschenschaften eine nicht ganz hitlerlose Vergangenheit hinter sich und irgendwie stach bei den Treffen in der Innenstadt stets das deutsch Nationale hervor. Fast wie die Hitlerjugend wirkte die Atmosphäre auf mich.

Ich weiss nicht mehr, was genau ich im Mac bestellte, doch war es voll mit gröhlenden Bayern München Fans, die da den Anhängern des 1. FC Nürnberg in die Auschwitzer Gaskammer wünschten. Ich nahm mein Tablett und ging die kleine Treppe hinauf in den ersten Stock und mitten auf dem Weg nach oben begann meine große Cola zu schwanken. Der Becher fiel und ich stellte ihn in Sekundenschnelle wieder auf. Zu spät, denn die Hälfte der Flüssigkeit klatschte auf den Bayern München Tisch und spritzte die dort Sitzenden nass. Nun ging das Gegröhle erst richtig los und alles schlug in Verwünschungen um.

Ich machte mir vor angst fast in die Hose und rannte nach oben, setzte mich hin und tat so als sässe ich schon Ewigkeiten dort. Meine einzige Chance auf ein Entkommen, denn die Nazi - Münchener rauschten an, um den Schuldigen zu verkloppen. Mir schenkten sie im Vorbeigehen (Suchen) gar keine Beachtung, sondern erwarteten wohl eher einen Clubfan oder einen Linken mit Birkenstock - Sandalen und Antifa T - Shirt. So entkam ich den radikalen Bayernfans und war heilfroh, bald Aliyah zu machen. :-)

See You on Shabbos



B"H

Einige orthodoxe Juden starteten ein neues Projekt mit dem Ziel, Juden näher mit dem Schabbat und dem orthodoxen Judentum zu verbinden. Schidduchim (Ehepartner) stehen ebenso auf dem Programm. Man stellt halt insgeheim Leute einander vor.:-) 

Wer Interesse hat (und dies gilt weltweit):


Die Siteinhaber (Organisatoren) versicherten mir, dass der gesamte Service KOSTENLOS erfolgt !

Tu be'Shevat in Jerusalem

B"H


Da der diesjährige Tu be'Shevat auf einen (diesen) Schabbat fällt, wird schon morgen (Freitag) gefeiert. Die traditionellen Früchte gehen derzeit weg wie warme Semmeln.






Ohne Worte



Wer trägt die Schuld daran, dass mehr und mehr Palästinenser ihre Frauen schlagen ?

B"H

Wer trägt die Schuld daran, dass mehr und mehr Palästinenser ihre Frauen schlagen ?

Eine Frage an alle Menschenrechtsorganisationen ! :-)

Hier die Antwort:

Mittwoch, 27. Januar 2010

Bevölkerungsstatistik der Stadt Jerusalem



Wir erkennen, dass die jüdische Anzahl der Einwohner Jerusalemes zwar gestiegen ist, doch die Palästinenser holen auf. Durch die Abwanderung vieler Jerusalemer in nahegelegene Staedt oder andere Orte könnte eine jüdische Mehrheit schwinden lassen. Nicht, dass ich annehme, dass es soweit kommt, doch ein kleiner Funken Gedanke ist vorhanden.

Bild des Tages

Trennmauer zwischen Modi'in Illit (Kiryat Sefer) und der Palästinensischen Autonomiebehörde  


Wetterberuhigung und Tu be'Shevat in Jerusalem


B"H

In weiten Landesteilen sollen es 17 Grad werden; hier in Jerusalem tragen die Leute allmorgentlich trotzdem noch Handschuhe, denn es ist kalt. Tageshöchsttemperatur heute bei 12 Grad Celsius und ich freue mich morgen auf Tel Aviv. Nur, um am Freitag wieder nach Jerusalem zu fahren, denn auf mich wartet ein chassidischer Schabbat bei der Chassidut Karlin - Stolin.

Bis dahin jedoch bleibt nur Arbeit, Arbeit, Arbeit ....

Wer am Freitag in Jerusalem weilt:

Von 10.00 - 15.00 Uhr sollen am Kikar Zion (Zion Square) riesige Events zum "Tu be'Shevat - Neujahrsfest der Bäume" laufen. Stände, Musik, alles Mögliche. Gedrängel ist vorprogrammiert, doch das Wetter soll sonnig sein.

Geheimtipp: Der Machene Yehudah Markt hat sicher ebenso viele Attraktionen zu bieten, aber verzichtet nicht auf den Preisvergleich an den Ständen !

Polnischer Bischoff beschuldigt Israel der "Holocaust Ausnutzung"


B"H

Wieder einmal legte ein katholischer Bischoff gegen Israel (die Juden insgesamt) los:

Die Mehrheit der in den Vernichtungslagern Umgekommenen seien Sinti / Roma, Polen, Italiener und Katholiken gewesen !

Überraschen solche Statements der kath. Kirche mit einem Papst an der Spitze, der neulich erst wieder erst die Palästinener wegen ihrer "Leiden" bedauerte ? 

Zur Verdeutlichung übernahm ich den gesamten Text von "Carl aus Jerusalem" (Israel Matzav) !


One year ago on Monday, Pope Benedict XVI granted a reprieve to a Holocaust-denying bishop. Now, a Polish bishop, Tadeusz Pieronek, has allegedly told an Italian website that Jews "exploit the Holocaust."

"While it is undeniable that most of those who died in the concentration camps were Jews, there were also gypsies, Poles, Italians and Catholics on the list," Tadeusz Pieronek wrote on the website pontifex.roma.it.


"So it is not permissible to appropriate this tragedy for propaganda," he said in the posting, two days ahead of the 65th International Holocaust Remembrance Day.


"There were lots of Poles, but this truth is often ignored today," added Pieronek, 75.


"The Holocaust as such is a Jewish invention," said the former spokesman of Poland's Bishops Conference. The Shoah is "used as a propaganda weapon and to obtain advantages that are often unjustified," he charged.


Pieronek, who was a friend of the late Polish pope John Paul II, added: "You could speak just as forcefully and establish a day of remembrance for the many victims of communism, persecuted Catholics and Christians and so on."


Accusing Jews of "intolerable arrogance," he said they "enjoy good press because they are supported by powerful financial means, enormous power and the unconditional backing of the United States."


Pieronek also criticized Israel for building a separation wall between its territory and the West Bank, which he called "a colossal injustice against the Palestinians, who are treated like animals and whose (basic) rights are violated, to say the least."


Calling for a day honoring the Palestinians, Pieronek lamented that "with the connivance of international lobbies, we don't talk about these things much."
Pieronek is now claiming that the quotes are 'out of context.'


Bishop Tadeusz Pieronek of Cracow, one of Poland’s most prominent religious figures, said on Monday that he was misrepresented in an Italian Catholic news web site interview in which he was quoted as saying that the Holocaust was a "Jewish invention", according to the PAP Polish news agency. Bishop Pieronek told the Pontifex.Roma web site on Sunday, “Seeing the photographs of the [Gaza] wall we can conclude that a colossal injustice has been committed against the Palestinians, who are treated like animals and their rights are being violated." He continued. “Let them establish [the international lobby] a Memorial Day for them also.”


Pieronek says the interview printed on the Italian web site bares little resemblance to the one that he gave the journalist. He explained, “I have not seen the printed text of the interview, which I have given but have not authorized. But if I were to believe in what I hear from the media then it looks as though the final form of the interview was the idea of the journalist that I had spoken to, as the text is full of vague statements."

Well, here's a Google translation of the Italian web page where Pieronek gave the interview. I've done enough translating to know that Google translations aren't always the most accurate, so if anyone speaks Italian, the original interview is here and I'd appreciate hearing from you whether the translation is accurate. Assuming that this is what Pieronek actually said, it is correct that the allies (and the Catholic church!) did almost nothing to save Jews during the Holocaust. But if the following is anything close to what he actually said, it's indefensible.

Concentration camps is undeniable that most of the dead were Jews, but gypsies in the list are Poles, Italians and Catholics. So it is not lawful possession of that tragedy to make propaganda. The Shoah as such is a Jewish invention, one could then speak with the same force and set a day of remembrance, even for the many victims of communism, Catholics and Christians persecuted and so on. But they, the Jews enjoyed a good press because they have strong financial resources behind it, enormous power and the unqualified support of the United States and this promotes a certain arrogance that I find unbearable. "Considers that, at least in part, the Shoah is exploited? "Of course it is. It is used as a weapon of propaganda and to obtain benefits often unjustified. I repeat, is not historically true that only Jews have died in the camps, many were Poles, but today these truths are almost ignored, and you proceed with this joke against Poland. Again, if your TV from the Pacific Annunziata, made statements on Poland, would do well to learn better. He told a joke. "Excellency, believes that today the Israelis respect the human rights of the Palestinians?" Seeing pictures of that wall is undeniable to say that you make a colossal injustice against the Palestinians are treated like animals and their rights Humans are nothing short violated. But these things, complicates international lobbies, talking little. We face a day of remembrance for them. Of course, none of this denies the shame of the concentration camps and the aberrations of Nazism. "
For the record, it is also a documented fact that many Poles collaborated in the Holocaust and murdered Jews who attempted to return home after the war. Pieroneck ignores that.

Die Bäckerei

Die Jerusalemer Bäckerei, in der ich, u.a., arbeite




Der Laden im Erdgeschoss




Links: Unser Früchtekuchen für den am Schabbat stattfindenden Tu be'Shevat.
Rechts: Unser regulärer Sahnecremekuchen




Verschiedene "Kekssorten" mit Schokoladen - bzw. Rosinen oder - Nussfüllung

Dienstag, 26. Januar 2010

Genauso fühle ich mich heute ...


Des Israelis liebstes Essen

B"H

Einmal davon abgesehen, dass in Israel dieser Tage das Früchtegeschäft auf Hochtouren läuft, hier ein paar Bilder von den Essensgewohnheiten der Israelis.

Anmerkung: Am Schabbat feiern wir das Neujahr der Bäume - Tu be'Shevat und wer diesbezüglich Früchte (sowohl als auch getrocknete Früchte kaufen will), der muss dieser Tage tief in die Tasche greifen ! Mit dem anstehenden Feiertag steigen auch, wie immer, die Preise an.




Israelis lieben Huhn




Der Früchtekuchen zum Tu be'Shevat darf dieser Tagen ebenso wenig fehlen !





Fleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und wer will: Reis ist in Israel hochbeliebt !




Salat: Bohnen mit Sesam und geriebenen Mandeln



Und ich muss jetzt erst einmal was essen gehen, denn die Bilder machen hungrig ...:-)

Bild des Tages



Gewalt israelischer Soldaten gegen arabische Frauen ?

B"H


Wie Bilder trügen können zeigt "Elder of Ziyon" auf. Wer nicht genauer hinschaut und die Sachlage kennt, der bekommt automatisch und wohlwollentlich (von der arabischen Propaganda) einen völlig falschen Eindruck.

Zum Internationalen Holocaust - Gedenktag


B"H


Zum Holocaust - Gedenktag habe ich einige Infos zusammengestellt, welche im deutschsprachigen Raum nicht unbedingt so geläufig sind:




Die gestohlenen jüdischen Kinder


Die dramatische Flucht des Klausenberger Rebben Yekutiel Yehudah Halberstam vor den Nazis


Die chassidische Reaktion auf den Holocaust


Das "Yad Vashem" in deutscher Sprache


Der Sinneswandel des Rabbi Yissachar Shlomo Teichtal


Die kontroverse Unantastbarkeit


Der Vatikan und seine jüdische Beute


Video: Osteuropas Chassidim im Holocaust


Rebbe Teitelbaum und der Kasztner Transport

Film: "Killing Kasztner"


In Erinnerung an Kalonymus Kalman Shapira



Hinzu kommt, dass der israelische Präsident Schimon Peres heute eine hebräische Ansprache im deutschen Bundestag halten wird ! 

Übersetzung

B"H

Mir fiel auf, dass recht viele Leser sich die Mühe machten, auf meine hebräische Site zu klicken, um den Artikel bezüglich meines Treffens mit Sarah Einfeld (sie verliess die chassidische Gruppe GUR) zu übersetzen und zu lesen. Diese Mühe kann man sich etwas ersparen, indem man das Ganze HIER auf Deutsch liest !

Montag, 25. Januar 2010

"Wetten dass … " und das Alter

B"H

Rod Stewart, der für Anfang Juli ein Konzert in Israel plant, ist 65 Jahre alt. Benjamin Netanyahu wurde vor wenigen Monaten 60 Jahre alt. Von mir will ich gar nicht erst beginnen.
Nein, noch keine 60 und mitten in den Vierzigern, doch man merkt, dass man älter wird. Spätestens dann, wenn Jüngere einem einen misstrauischen Blick zuwerfen und nach dem Alter fragen.

Gestern sah ich im "Spiegel Online" einen zusammengefassten Bericht zu der anscheinend am Wochenende ausgestrahlten Sendung "Wetten dass …". Offenbar gab es einiges zu berichten, denn auf den gezeigten Photos drängelte sich Model an Model. Keine Einzige von ihnen kannte ich und jede sah aus, wie die andere. Anbiedernd und fast gänzlich ohne viel Persönlichkeit. Wie das halt so ist, wenn man mit Fleisch und Schleim Geld verdient.

Von den unwichtigen Models einmal abgesehen:
Thomas Gottschalk sah auf den ersten Blick aus wie eh und je. Fast wie bei seinen allerfrühesten "Szene" Sendungen der ARD. Das war in den Siebzigern und anscheinend sind wir alle mit Gottschalk gealtert.
Trotz seiner gestriegelten Haarpracht (echt oder unecht ?) und Schminke kann er sein Alter kaum mehr verbergen. Freakiges Outfit und Herumgehopse helfen da nur wenig. Was bin ich nicht froh, dass der Showmaster immer noch älter ausschaut als ich. :-)


Weder ein "Wetten dass …" noch einen richtigen Gottschalk gibt es in Israel. Gidi Gov mag manchmal so erscheinen und der Ex - Quotenkönig Dudu Topaz hängte sich im Knast auf skurile Weise auf. Statt Show gibt es Politik, Sport oder Big Brother. Kaum ein israelischer TV - Sender wäre bereit, soviel Geld in Klamotten zu stecken wie es das ZDF im Falle Gottschalk tut.

Aber vermisst das Land einen wie den deutschen Showmaster ? Vielleicht freuten sich die Klatschspalten, aber sonst ? Ein Publikum bekommt immer das, was er verdient und in Israel ist es derweil der Junk. Allerdings fragte ich mich, ob man in Deutschland nicht auf der gleichen Trashwelle fährt.

Das "Auschwitz - Birkenau" Album vom Yad Vashem

The Auschwitz Album is the only surviving visual evidence of the process of mass murder at Auschwitz-Birkenau. It is a unique document and was donated to Yad Vashem by Lilly Jacob-Zelmanovic Meier...




Sarah, Sarah und kein Ende

B"H

Israels Klatschlieblinge sind unbestritten die Netanyahus. Besonders auserkoren: Sarah Netanyahu, die Gattin des Premiers. Wieder einmal bewegt sie sich munter durch die Sudelpresse und ihr Nemesis lautet "Yediot Acharonot". Seit Jahren steht die Zeitung im Clinch mit den Netanyahus.

Zuerst startete die ehemalige Haushaltshilfe Lilian Peretz eine Klage gegen Sarah und nun, laut "Yediot", meldete sich eine weitere "ausgebeutete" Ex - Angestellte.


Am vergangenen Wochenende starteten MAARIV sowie YEDIOT ACHARONOT eine Kampagne gegen Sarah und ihre selbsterrichtete Diktatur. Bibi habe nichts zu melden, sehe nichts und lasse seine Gattin schalten und walten, wie sie wolle. Wer regiere uns hier eigentlich ? Eine neurotische Ex - Stewardess, die in die Psychiatrie gehört ? Sarah bestimme Minister und Angestellte im Buero ihres Mannes. Wer aufmuckt, der fliegt und deswegen muckt noch nicht einmal Avigdor Liebermann. Alles kuscht, wenn Sarah anruft.

Die Netanyahu nahe Tageszeitung "Israel Hayom" startete am Freitag eine Gegenkampagne: Maariv und Yediot seien nur neidisch, weil Israel Hayom immer mehr Leser hinzugewinnt und den Grossen den Markt abnimmt. Deswegen suche Yediot nach Sensationen und da kommen die Israel Hayom - freundlichen Netanyahus gerade Recht. Ein Zeitungskrieg sei das, mehr nicht !

Sarah Netanyahu ist tatsächlich für ihre Psycholaunen bekannt und man verfolgt amüsiert das Pressegeschehen. Bibis Medienberater riet Sarah, die Klappe zu halten und nicht erneut unliebsam aufzufallen. Ich kann mir gut vorstellen, wie Sarah in ihrer Wohnung rumflippt. Yediot Acharonot hingegen laesst nicht locker und hetzt weiter.:-)

Bild des Tages



Regen, Regen, Regen


Photo: Tapuz

Regen, sieben Grad Kälte und Sturmböen - so schaut es derzeit in Jerusalem aus !

Sonntag, 24. Januar 2010

Kinder im Holocaust

B"H



Tel Aviv im Regen









Ups, dieses Photo zeigt RAMAT GAN und nicht Tel Aviv !


Internationales Bauchtanzfestival in Eilat



Kolleginnenphoto

B"H

Bauchtanz ist nichts für mich, doch in Israel erfreut er sich allseits höchster Beliebtheit. Eine Bäckereikollegin fieberte schon Wochen zuvor und Ende vergangener Woche fand es statt, dass Internationale Bauchtanzfestival in Eilat.

Wer sich genauso wie die Kollegin am Bauchtanz erfreut, der findet HIER mehr Infos zum Festival !

Holocaust - Gedenken: Mittwoch, 27. Januar 2009

B"H

An diesem Mittwoch gedenkt die Welt wieder einmal dem Holocaust. Vor 64 Jahren wurde Auschwitz von den russischen Truppen befreit, doch wer hätte damals gedacht, dass die Shoah einmal geleugnet werden könnte. Dass der wenig später gegründete Staat Israel der Willkür seiner arabischen Nachbarn ausgesetzt ist und wir uns bis heute (und darüber hinaus) gegen sie verteidigen müssen. Schlimmer noch: Israel wird selbst sogar als "Nazi" angeklagt, denn der Begriff fällt den Palästinensern ja so leicht. Sie wissen ihn nicht genau zu definieren, aber Gaza sei das neue "Warschauer Ghetto". Heutzutage ist es modern, Auschwitz propagandamässig auszuschlachten und selbst viele Deutsche und Österreicher verweisen gerne auf die schlimmen Israelis, um sich von ihrem eigenen Gewissen zu befreien.

Am Mittwoch also ist nun Gedenktag. Alle gehen hin und abends wieder heim. Das wars dann bis zum nächsten Jahr. Dass es bis heute spezielle Heime für Holocaust - Überlebende in Israel gibt, davon redet kaum jemand. Nach wie vor leben sie unter uns. Traumata, psychisch krank, geschockt oder mit körperlichen Schäden. Und obwohl viele Juden auf Aussöhnung machen, laufen genügend andere herum, die nichts mit Deutschland zu tun haben wollen.
Vor ca. drei Wochen trat ich abends in den Makolet (Tante - Emma - Laden) neben unserer Bäckerei. Der Laden wird von Chassidim der Gruppe Gur geleitet und es befand sich gerade eine ältere Frau darin, die Waschpulver kaufen wollte. Der chassidische Verkäufer brachte der Frau "Persil" und sie liess es mit dem Vermekr liegen, dass sie der Markenname an Deutschland erinnere und sie damit nichts zu tun haben will. Die Frau hatte einen deutschen Akzent im Hebräischen und ging aus dem Laden.

Trotz dem morgen beginnenden Staatsbesuch von Schimon Peres in Deutschland bleibt der Holocaust dennoch bei vielen Juden unverzeihlich.

Samstag, 23. Januar 2010

Stars in Ramat Gan

B"H

Am 17. Juni dieses Jahres plant Elton John ein riesiges Konzert im Fussballstadion zu Ramat Gan (bei Tel Aviv) zu geben. Karten sind zwischen 250 - 1000 Schekel ( 50 - 200 Euro) zu haben.

Jetzt meldet die Website von Rod Stewart, dass auch er sich ansagt:
Am 1. Juli und ebenfalls in Ramat Gan.

Mittlerweile entscheiden sich internationale Stars vermehrt, in Israel aufzutreten. Vor wenigen Jahren noch wollte niemand aus angst, von der Hamas in die Luft gesprengt zu werden.

Freitag, 22. Januar 2010

Schabbat Schalom



Tel Aviv



 B"H


Und wieder einmal habe ich in dieser ausklingenden Woche den Blog etwas schleifen lassen. Der Grund war ganz einfach, dass ich eine unerwartet starke Resonanz auf mein hebräisches Geschreibsel fand und dazu noch neue Leutchen kennen lernte. Aus der Jerusalemer haredischen (ultra - orthodoxen) Szene.
Und Jerusalem bildet gleich ein weiteres Stichwort, denn ich war in dieser Woche mehrmals dort. Eine ehemalige Bäckereikolleging meinte am Dienstag abend auf einer "Betriebsparty" zu mir, ich hätte halt so ein Syndrom mit Jerusalem. Nicht unbedingt das Syndrom ist der Fall, sondern dass ich ungemein viel in der Stadt zu tun habe.
Dazu kam die Bäckereiparty mit tollem Essen und den Kokos - sowie Linsensuppen. Die Linsen waren allerdings nicht die kleinen braunen runden Dinger, sondern Israelis befördern oft ein weisses Etwas hinein. Schaut aus wie eine Kleie. Keine Ahnung, jedenfalls hat es sehr gut geschmeckt.

Das Wetter war miserabel und kalt, doch der Regen notwendig. Trotz aller landesweiten Überflutungen. Der See Genezareth stieg um 10cm an, aber die Minusgrenze ist noch längst nicht überschritten.
Der Landwirtschaftsminister verbat am dem 1. März dieses Jahre jegliches Fischen im Kinneret, denn es gibt kaum mehr etwas zu angeln.

Im Süden, an der Grenze nach Ägypten sollen neue Sicherheitsanlagen entstehen, denn monatlich inflitrieren sich illegale Afrikaner. Israel befürchtet, dass sie im Sinai äußerst aktive Al Khaida afrikanische Asylanten anwirbt und nach Israel schickt.
Überhaupt nimmt das Ausländerproblem in Israel immer größere Maße an. Doch anstatt es richtig anzugehen und viel mehr auf Abschiebung zu machen, werden teilweise die Augen verschlossen, denn in "normalen" Wohngebieten leben keine Philippinas, Afrikaner oder Nepalesen. Sie hausen in ihren eigenen Ghettos, falls eine Philippina nicht gerade mit ihrem Pflegefall lebt. In der hiesigen Gesellschaft haben sie keine Chance und werden weiterhin die Sklaven der Nation bleiben.
Dennoch muss ich sagen, dass Israel Arbeit mehr anerkennt als das in Deutschland der Fall ist. Wer in Deutschland einen "dreckigen" Job wie Klofrau oder so in der Art erledigt, der ist das Letzte. In Israel ist das keineswegs so und Arbeit wird anerkannt. Nur nicht von denen, die hochnasig ins Land kommen und meinen, hier etwas Besseres sein zu müssen. Dabei sollten sie aufpassen, dass sie nicht selber einmal tief fallen. Das "Man weiss ja nie - Denken" ist sehr israelisch und mir sagten schon viele Leute, dass sie angst haben, einmal so zu enden, wie der Obdachlose am Straßenrand. Insbesondere in Israel kann man schneller fallen als man sich das vorstellt.

In wenigen Stunde fahre ich nach Jerusalem. Schabbatatmosphäre und so. Ein paar Leute treffen und meinen Kopf voller Hebräischvokabeln trichtern. Seit einigen Woche haben ich meine Anglo Freunde nicht mehr gesehen und spreche dieser Tage ausschließlich Hebräisch. Auch an diesem Schabbat.

Das Wetter erwärmt sich gerade und es scheint die Sonne. Sonntag kommen die Fluten zurück. Also geniessen wir schnell etwas Schabbat und Natur, bevor es wieder an die Heizung geht.

"Schabbat Schalom" an alle Leser !!!

Donnerstag, 21. Januar 2010

Busfahrkartenkauf in Jerusalem

B"H

Fahrgast zum Busfahrer der Linie 405 von Jerusalem nach Tel Aviv:

"Eine Fahrtkarte nach Tel Aviv".

Busfahrer: "Einzelfahrschein oder mit Rückfahrt ?"

Fahrgast: "Ohne Rückfahrt (nach Jerusalem)".

Busfahrer: "Warum nicht (keine Rückkehr nach Jerusalem) ?"

Update: Schweinegrippe in Israel




B"H

Ich dachte, es sei vorbei, doch offenbar habe ich mich geirrt: 
Israel beklagt sein 87 Todesopfer ! 


Mittwoch, 20. Januar 2010

Israelis beantragen deutsche Pässe




B"H

Wenn ich einmal meinen Senf zum TV - Report abgeben darf:

Es ist richtig, dass unter vorwiegend jungen Israelis ein Trend zu einem zweiten Reisepass besteht. Dabei stehen US, kanadische sowie Europa - Pässe (selbst Polen) ganz hoch im Kurs. Nicht, um gerade in Deutschland oder Polen zu leben, sondern ist es mit einem EU - Pass halt einfacher, in der Welt herumzureisen als mit einem israelischen Dokument. Ferner ziehen es die meisten eh vor, in London oder Paris zu leben. Auch das ist mit einem deutschen EU - Pass möglich. Die wenigsten Antragsteller wollen sich tatsächlich in Deutschland niederlassen.

Eine zweite Tatsache ist, dass besonders junge Israelis wirtschaftliche Sicherheiten suchen. Nicht vor Achmadinejad werden die Koffer gepackt, sondern vor der heimischen Misere der Arbeitslosigkeit und des beruflichen Nichtvorwärtskommen. Im Ausland liegen die Gehälter viel höher und das Leben ist, wirtschaftlich gesehen, viel einfacher und nicht so mühsam wie in Israel. Da kommt ein zweiter Pass gerade recht.

Was diese "Wirtschaftsflüchtlinge" nicht im voraus wissen ist, dass sie im Ausland zu Israelis, zu Juden werden. Plötzlich werden sie intensiv mit dem Antiisraelismus oder dem Antisemitismus konfrontiert. Einige Betroffene sagten mir daraufhin, dass ihnen das egal sei, Hauptsache die Karriere / Kohle / Gehalt stimme.

Deutschland ? Was ist das ?

B"H

An meinem Akzent höre geborene Israelis, dass ich eine Chutznikit bin. Jemand, der im Ausland geboren worden ist und später ins Land kam. Allgemein haben Chutznikkim ihren Ruf weg, aber ich will jetzt nicht mit einigen Stereotypen aufwarten, selbst wenn sie nicht selten der Wahrheit entsprechen.

Chutznikkim gelten als weniger neugierig. Israelis quetschen einen schon beim ersten Kennenlernen aus. Von der Höhe der Miete bis zum Sex sind alle Fragen dabei. Chutznikkim dagegen stellen keine penetranten Fragen wie "Wohin gehst Du ?, Was machst Du ? Wo bist Du gerade (am Telefon) ?"

Noch nicht einmal meine Mutter fragte mich jedesmal, wohin ich gehe und warum.

Spezifische Fragen, wo ich herkomme, erhalte ich schon lange nicht mehr. Irgendwie meinen die Leute immer England. Weiß jemand, dass ich aus Deutschland komme, interessiert es nicht und ist kein Thema. Mich selber interessiert es auch nicht. Die Herkunft wurde ein Teil der Vergangenheit, genauso wie ich vor Jahren auf Jerusalemer Yeshivot (relig. Schulen) war.
Man war halt dort und hat seine Erfahrungen gemacht, die, unter anderem, in die Persönlichkeit mitaufgesogen worden sind.

Mittlerweile beschäftigt mich viel mehr der Gedanke an eine ganz andere Heimat:
Tel Aviv oder Jerusalem ?
Oder: Tel Aviv und Jerusalem ?
Jede Fahrt, und dies findet mehrmals pro Woche statt, ist eine Reise in eine andere Welt. In Jerusalem relig. eingebunden, in Tel Aviv weniger aktiv, doch die Religion stets im Hinterkopf. Ein Entkommen gibt es selten.

Sehnsucht nach Deutschland ?
Nein. Das Einzige was manchmal Sehnsucht hervorruft ist die "Ordnung". In Deutschland funktioniert fast alles, in Israel weniger.
Ordnung ja, aber zuviel darf es dann auch wieder nicht sein.

Dienstag, 19. Januar 2010

Bibi in Deutschland versus Geflutete Straßen in der Negev

B"H

Premier Netanyahu befindet sich auf Deutschlandbesuch. Mit Angela Merkel spricht man über die iranische Bedrohung (mit deutschen Waffen) und ich bin mir sicher, dass ebenso Gilad Shalit ein Thema ist. Bei einer Pressekonferenz rief der Premier sogar dazu auf, seine Frau Sarah wegen der "Putzfrauenaffäre" endlich in Ruhe zu lassen.
Seine Bemerkung galt dabei der zickigen israelischen Presse, die einmal wieder vorzüglich auf Sarah Netanyahu herumhackt.

Ansonsten aber wurde Bibi aus den heutigen Schlagzeilen verdrängt, denn die heimischen Unwetterschäden von gestern haben nun einmal Vorrang.

Schuluniformen für Grundschulen

B"H

Bildungsminister Gideon Sa'ar läßt ab dem kommenden Schuljahr wieder die Schuluniform walten. Zuerst nur in den Grundschulen sowie ca. bis zur siebten Klassen. Ab der High School werden die Schulen vorerst noch uniformfrei bleiben.

Die Uniform soll einer Schule einen würdigeren Ruf verpassen und so furchtbar fremd ist der Uniformgedanke sicher nicht, denn

1. tragen viele israelische Schulklassen im Sommer einheitlich weisse T - Shirts. Insbesondere auf Klassenausflügen.

2. bestehen die Schuluniformen auf relig., meist haredischen (ultra - orthodoxen), Schulen schon Ewigkeiten. Ich erinnere hier nur an das Blau der Mädchenschule "Beit Yaakov".

Pro oder kontra, eine Schuluniform muss nicht immer elitär geschneidert sein wie in England und viele israelische Eltern sind der Entscheidung nicht abgeneigt. Vielleicht nerven ja dann die Kinder nicht stetig mit "mehr Geld für Klamotten" oder "was ziehe ich morgen bloss nur an".

Stumme Bettler




B"H

Sehnen tue ich mich schon ab und zu nach den "ruhigen, stummen" Bettlern in deutschen Fußgängerzonen. Nicht, dass ich unbedingt Bettler sehen will. Ganz gewiss nicht und ich wünschte, niemand bräuchte mehr zu betteln.

In Deutschland sitzen sie meist stumm da. Am Straßenrand auf einem Stück Pappkarton mit Schildchen in der Hand. Der Klingelbeutel steht vor ihnen und sie warten ab, was so an "Einnahmen" kommt.

In Israel hingegen gehen mir die Bettler dann auf den Geist, wenn sie entweder sitzend oder vor meine Nase mit einer Plastiktasse in der Hand auftauchen und diese gnadenlos zu schütteln beginnen. Fast drohgebärdend, dass ich ja einen Schekel beisteuere. Wenn es geht auch mehr, versteht sich.

Überall wird mit den Tassen geschüttelt bzw. geklimpert, um so etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ab und an wird zwischendrin auch in die Passantenmenge gerufen.
"Schekel, Schekel, Schekel !"

Dann ist es mit der Ruhe vorbei und die Penetranz schleicht sich heran.
Nicht selten ohne Erfolg ! :-)

War Adolf H. Jude ?

B"H

Ein nicht uninteressanter Blogartikel zur Frage, ob Adolf Hitler "Jude" war:

http://tzvee.blogspot.com/2010/01/was-adolf-hitler-jewish.html#comment-form

Nur eine knappe Bemerkung dazu: Hitler wuchs in Österreich auf und nicht in Deutschland ! Ich habe dem Blogautor diesbezüglich einen Kommentar hinterlassen.


Link:

Hitlerpages