Donnerstag, 4. Februar 2010

Wie verteidigen, wenn die Worte fehlen ?

B"H

Neueinwanderer haben es nicht immer leicht; auch dann nicht, wenn sie Hebräisch sprechen. Manchmal steht man morgens auf und es fehlen einem die Worte. Nicht, dass mir das allzu oft passiert. Beruflich jongliere ich zweisprachig: Hebräisch & Englisch. Deutsch ist irgendwo im Hinterkopf verstaut und kommt nur in der Schrift zum Vorschein.

Heute morgen wurde ich einmal wieder mehr Zeuge, wie eine Neueinwanderin, welche die Sprache eigentlich recht gut beherrscht, ins Stocken kam. Eine Israelin machte sie rüpelhaft an und wenn man gerade am Luftholen ist, um sich zu wehren und etwas Hebräisches entgegenzusetzen, hakt es. Die Aufregung überkommt einen und man steht wortlos da. Hinterher sitzt derjenige sauer da und denkt sich: "Wie konnte ich nur so blöd sein ? Dies und das hätte ich so oder anders sagen sollen. Und auch einmal loskeifen".

Dieses Verhalten macht jeder irgendwann einmal mit. Da will man sich wehren und dann strömen die Worte nur zaghaft herbei, weil zu sehr nach dem Vokabular gekramt wird. Und beim Nachdenken, geht der Nachdruck verloren, der Israeli meint, er habe gewonnen, doch der Neueinwanderer fühlt sich als "mentaler Sieger", denn schliesslich er habe ja eigentlich dies oder das sagen wollen. Aber bis dahin stürmt der Israeli schon weiter.

Nun nicht gleich verloren fühlen, denn beim nächsten Mal wird es sicherlich besser ...

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