Mittwoch, 29. September 2010

Ein Feiertag geht zuende


Chassidut Toldot Avraham Yitzchak aus Mea Shearim / Jerusalem an Sukkot.



B"H

Sukkot naehert sich dem Ende und bis spaetestens Sonntag geht das Leben wieder seinen gewohnten Gang. Heute (Mittwoch) ist in Israel abermals nur ein halber Tag, denn abends beginnt "Simchat Thora". Morgen ist Feiertag und alles dicht und am Freitag ist wieder nur ein halber Tag, da abends der Schabbat folgt.

In diesem Jahr habe ich in den acht Tagen des Sukkot unendlich viel unternommen und werde in der naechsten Woche berichten. Samt vieler neuer Photos. Dabei besonders ueber die gestrige "Jerusalem Parade" der International Christian Embassy und ihren christlichen Missionsanhaengern. Jerusalems Buergermeister Nir Barkat marschierte gelangweilt und ohne grosse Lust vorne weg. Auch dazu wird ein Photo folgen !

Nach der Nachtschicht in der Baeckerei fuhr ich heute frueh mit dem ersten Bus hinauf nach Tiberias, um den Feiertag hier im Norden zu verbringen. Ein wenig Synagoge und viel Relaxen nach all der Herumrennerei in den letzten Tagen. Obwohl am See Genezareth mehr als 35 Grad C herrschen, setze ich mich dennoch irgendwo hin mit einem Buch oder schlafe einfach aus. Mit Absicht stuerze ich mich nicht schon wieder in den chassidischen Trubel in Mea Shearim.

Wer einen Tiberias - Trip plant oder sich schon in der Stadt befindet:
Meidet aus Kostengruenden die teuren Restaurants am See und geht stattdessen ins "AROMA" Cafe oberhalb des Zentralen Busbahnhofes. Einfach die Strasse am Busbahnhof hinauf bis zur Kreuzung und dann rechts abbiegen. So gelangt Ihr in ein kleines Industriegebiet, wo alles viel billiger ist. Gegenueber vom AROMA, eine Strasse oberhalb, findet Ihr den MEGA Supermarkt, wo Ihr ebenso guenstig einkaufen koennt.
"Chag Sameach - Happy Simchat Thora" an alle Leser !

Dienstag, 28. September 2010

Boykott der christlichen "JERUSALEM MISSIONS - PARADE" !

B"H

Offiziell nennen es alle die "JERUSALEM PARADE", doch eigentlich handelt es sich hierbei um ein Event der "International Christian Embassy" (Katamon / Jerusalem). Bürgermeister Nir Barkat und viele Promis werden beim Marsch durch die Jerusalemer Innenstadt (Agrippas / Jaffa Road) dabeisein. Sie zusammen mit Tausenden christlicher Missionaren aus aller Welt.

Orthodoxe Rabbiner rufen seit Jahren zum Boykott der alljaehrlichen christlichen Sukkot - Parade auf. In diesem Jahr geht die "Christian Embassy" aufs Ganze. Aus Insiderkreisen weiss ich, dass die Christian Embassy sich einen Eklat mit dem Holocaust lieferte. Leider kann ich darüber nicht offiziell berichten, doch nur soviel: Die Christian Embassy und ihr Gefolge machen den Holocaust sowie die Juden nieder. Viele Christen sagen eh seit langem, dass wenn die Juden sich zu J. bekehrt hätten, es kein Auschwitz gegeben hätte.

Ferner zeigt die Christian Embassy an diesem Sukkot radikaler: Sämtliche angereiste Christen aus aller Welt trudeln allabendlich zum christlichen Missionsevent im Jerusalemer Messezentrum "Binyanei HaUma" ein. Dort wird gelehrt, wie Juden am besten zu missionieren sind und der falsche Meschiach J. zurückkehrt.
Normalerweise wurden in den vergangenen Jahren jüdische Symbole gezeigt und sogar eine Sukkah stand dort. In diesem Jahr jedoch übergeht die Christian Embassy alles Jüdische, fälscht die Bibelgeschichte und macht aus dem jüdischen Sukkot eine Kirchenparade. Natürlich geht es auch um viel Geld und amerikanische evangelikale Christen spenden Netanyahu und seinen Parteigenossen seit Jahren Millionenbeträge. Jerusalem will den Tourismus ausweiten und da ist es egal, wer kommt. Missionare oder nicht; Hauptsache sie geben Geld aus und kurbeln unsere Wirtschaft an.

In einer knappen Stunde startet das Event und dann rennen Tausende Christen durch unsere Innenstadt. In den Jahren zuvor noch mit riesigen J. - Plakaten zur Mission. Im vergangenen Jahr wurden ihnen Symbole sowie Plakate verboten, doch das schert die christlichen Paradeteilnehmer wenig.

Das Christentum lacht über den Holocaust und relig. Juden sind längst zum christlichen Feindbild geworden. Eine Schande für unsere Stadt, dass sich antisemitische Fanatiker dermassen breitmachen dürfen !

Fanatische Christen mögen in der Lage sein, viele Leute zu täuschen, doch G - tt lässt sich niemals täuschen !


Links:

Anne Ayalom, die Frau des stellvertretenden Aussenministers Danny Ayalon, ist christliche Missionarin !

Zum Kampf gegen die christliche Judenmission: YAD LE'ACHIM

Montag, 27. September 2010

Erneuter Ausflug ins Arabische Viertel der Jerusalemer Altstadt

B"H

Mehrere Hundert Photos habe ich allein in diesen Sukkot - Feiertagen geschossen und muss alles erst einmal aussortieren. Hinzu kommen einige Ausflüge, Eindrücke und alles Mögliche. Am Mittwoch abend beginnt der nächste Feiertag (bis donnerstag abend): Simchat Thora und danach ist erst einmal Schluss.
Ab Sonntag wird in meinen Blogs wieder alles "normal" verlaufen und ab und an gibt es tolle Photos zu sehen !

Hier ein paar Bilder vom heutigen Trip ins Arabische Viertel der Jerusalemer Altstadt:



Am Damaskus Tor



Schaufensterpuppen



Zugang zum Tempelberg nur für Moslems ! 
Die israelische Polizei / Grenzpolizei bewacht den Eingang.
Innendrin sah ich einen uniformierten Angestellten der moslemischen Tempelwache "Wakf" herumlaufen.



"Jerusalem nur für Moslems" - Die Idealvorstellung der Palästinenser.




An unzähligen Häuserwänden zu finden !





Blick über die Dächer hin zum Tempelberg und Felsendom.
Links im Hintergrund: Der Ölberg samt jüdischem Friedhof.

Weiter Bilder uns Berichte folgen !!!


Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 26. September 2010

Juden kaufen Häuser im Arabischen Viertel der Jerusalemer Altstadt

B"H


Die nationalrelig. Yeshiva "Ateret Cohanim" ist bekannt dafür, einstigen jüdischen Besitz im Arabischen Viertel der Jerusalemer Altstadt auszumachen und ggf. aufzukaufen. Ebenso werden Häuser von verkaufswilligen Palästinensern übernommen, wobei den jeweiligen Palästinensern eine neue Identität zugesichert wird. Ansonsten würden sie von ihren moslemischen Brüder gelyncht werden.

An den Zwischenfeiertagen von Pessach und Sukkot führt Ateret Cohanim Tours zu den aufgekauften Häusern durch und heute nahm ich wieder einmal mehr an einer Tour teil. Die zweite Tour zum "Beit Yonathan" in Silwan fällt wegen der angespannten Lage mit den Palästinensern ins Wasser.



Tritt man aus dem Tunnel an der Klagemauer (Kotel) in das Arabische Viertel, sieht der Betrachter heute kaum mehr, dass rund um die Kotel im Arabischen Teil das einstige jüdische Herz der Altstadt schlug. Die arabischen Pogrome vertrieben die Juden, doch heute kommt allmählich eine längst vergessene Historie and Tageslicht.



Die Palästinenser wollen ein moslemisches Jerusalem. So
zumindest sehen wir es an den Häuserwänden.



Israelische Polizei im Arabischen Viertel.







Schusssichere Türen sowie Überwachungskameras:
Die Zeichen der jüdischen Häuser im Arabischen Viertel.





Ein jüdisches Haus im Christlichen Viertel der Altstadt.
Vor mehreren Jahrzehnten kauften Juden hier so einiges an Häuserbesitz, was von den Christen nie gern gesehen wurde. Es war keine Seltenheit, dass die Kirche zur Gewalt gegen jüd. Passanten aufrief.



Das Haus von innen. Ateret Cohanim will hier 60 jüd. Familien ansiedeln, denn das Haus ist riesig gross. Die Christen drumherum jedoch klagten vor dem Obersten Gerichtshof und bisher konnte die Yeshiva leider nur wenige Familien ansiedeln.



Die Kinder der Bewohner teilen uns Besuchern kalte Getränke aus.




Christliche Schnickschnack - Läden im Viertel um das jüd. Haus.


Photos: Miriam Woelke

Sukkot geht weiter

B"H

Heute (Sonntag) beginnen so richtig die Sukkotattraktionen im ganzen Land. Die Hitze ist auch wieder zurück und allein in Jerusalem werden es heute 32 Grad Celsius.

Die Altstadt wird überlaufen sein, denn Tausende Menschen rollen an. Wer kommen will: Lauft zufuss, denn die Busse sind übervoll und mit dem Auto ist kein Durchkommen mehr. Bringt Euch etwas zu Essen mit, denn die Läden im Jüdischen Viertel verlangen saftige Preise.

Ich werde mich in den Trubel stürzen und viele Bilder machen. 
Am Freitag morgen machte ich Photos auf dem Zionsberg incl. des Grabes von König David. Ob das Grab tatsächlich das des David ist, steht in den Sternen. Es ist die katholische Kirche, die das behauptet.
Als ich durch das Gebäude ging, stiess ich überall auf Christengruppen, die nebenbei in den nahegelegenen Raum des letzten "Abendmahles" strömten. Juden ist es aufgrund des Götzendienstverbotes des Thora verboten, christliche Einrichtungen zu besuchen. Dennoch stieg ich zum Photographieren kurz in den christlichen J. Abendmahlraum und floh aber nach zwei Sekunden. Christen standen dort herum, schrien und wedelten mit den Armen durch den Raum. Götzendienst und Fanatismus pur. Dabei handelt es sich historisch gar nicht um den wahren Abendmahlraum.

"Moadim Le'Simcha - Schöne Zwischenfeiertage" an alle !

Chabad Event im Unabhängigkeitspark

B"H

Der neue Chabad - Schaliach aus dem Stadtteil Rehavia, Rabbi Yisroel Goldberg, gibt sich die Ehre und lädt alle Juden zu einer Sukkot Party ein.
Zeit: Morgen (Montag), 27. September zwischen 15.00 - 18.00 Uhr.
Ort: Unabhängigkeitspark in Jerusalem.
Der Eintritt ist frei !

Ein spezielle Attraktion ist das Sukkah - Kamel !

Freitag, 24. September 2010

Bild des Tages



Jerusalem mit dem King David Hotel im Hintergrund.

Photo: Miriam Woelke

Die GILAD SHALIT SUKKAH

B"H

Heute früh machte ich zusammen mit einen Freundin einen riesigen Roundtrip bis hin in die Jüdische Altstadt inclusive dem Zionsberg und König Davids Grab. Am Grab trafen wir auf einen Freund und der zog uns nebenan zu einem Haredi (Ultra - Orthodoxen), welcher momentan eine Ausstellung organisiert. Und so mussten wir uns die Ausstellung ansehen, wobei uns nicht allzu klar war, worum es eigentlich ging.:-)

Vorher jedoch waren wir bei der Gilad Shalit Demo im Stadtteil Rehavia. Die Eltern Avivah und Noam waren nicht anwesend, doch erfuhren wir, dass es keine grossen News von Gilad gibt.




Die Gilad Shalit Sukkah auf der Demo.




Der für Gilad reservierte Stuhl bleibt auch weiterhin leer.


Link:

Begegnung mit Avivah Shalit

Jerusalem gegen Einfrierung des Siedlungsbaus

B"H

Wo man in Jerusalem hinhört, alle sind gegen Obama und seine psychopathische Idee, die Einfrierungs des israelischen Siedlungsbaus bringe Frieden. Unterdessen weiss Netanyahu nicht, was er tun soll, denn gibt er Obama nach, die Einfrierung weitere vier Monate fortzusetzen, bekommt er Zoff in seiner eigenen Regierung sowie einen Volksauftstand der Baubefürworter.

Zu Beginn der kommenden Woche läuft die Einfrierung des Siedlunsgbaus ab und was viele Leute nicht wissen, beinhaltet dies nicht nur israelische Siedlungen, sondern ebenso Jerusalem. Die Hauptstadt platzt aus allen Nähten, doch es durfte nicht gebaut werden. Das Resultat bisher ist, dass die Mieten drastisch anstiegen und auch weiterhin ansteigen. Die Palästinenser hingegen bauen munter weiter. Überall im Land lassen sie sich nieder, bauen ein Haus und behaupten dann vor der UN, dass Haus sei 500 Jahre alt, denn ihre Vorfahren lebten schon dort. Araber und keine Juden und auf diese Art und Weise bläuen sie der Welt die falsche palästinensische Historie ein. Man mag es kaum glauben, aber die Welt glaubt ihnen. 
Bestes Beispiel:
Wer hätte gedacht, dass das jetzige Dorf SILWAN (außerhalb der Altstadtmauern und Teil Jerusalems) im Jahre 1882 von jemenitischen Juden als jüdischer Ort gegründet worden war. Erst Jahrzehnte später liessen sich Palästinenser dort nieder, die damals noch gar nicht so hiessen, sondern "Araber". Und wer es nicht glaubt, dass Silwan einmal JÜDISCH war: Teile des Ortes wurden auf einem antiken jüdischen Friedhof erbaut. Etwa 50 Grabhöhlen machten Archäologen bisher ausfinding. Gräber aristokratischer Familien aus der Zeit des Ersten Tempels.
Hierzu verfasse ich in der nächsten Woche einen grossen Bericht, samt Photos, welche ich heute machen werde. Ferner werde ich das umstrittene "Beit Yonathan - Haus Yonathan" in Silwan besuchen. Die Palästinenser wollen die Siedler des "Beit Yonathan" raushaben, doch Jerusalems Bürgermeister gibt keinem Barak Hussein Obama nach !

Wer in Israel mitreden will, der muss die Geschichte des Landes kennen. So wie seinerzeit Mark Twain, der da Ende des 19. Jahrhundert das Land bereiste. Auf seinem Trip durch Judäa und Samaria sah er kaum arabische Ort, doch heute behaupten die Palis, sie siedeln dort schon mindestens 500 Jahre wenn nicht mehr. Und somit gehöre das Land ihnen.

Falls die derzeitigen Friedensgespräche mit Abu Mazen weitergehen, spricht niemand so genau über Realitäten. Wie, zum Beispiel, sollen mehr als 200,000 Israelis aus Samaria und Judäa "geräumt" werden ? Wird die israelische Armee da mitspielen und schickt Obama ggf. amerikanische Truppen, um Israelis von ihrem Grund und Boden zu schmeissen ? Netanyahu zittert und will die Verantwortung loswerden, indem er eine Volksbefragung ausruft ?
Sagen die Israelis NEIN zur Baueinfrierung, wird Obama dies trotzdem nicht anerkennen, denn er will seinen arabischen Brüdern seine islamische Soldarität beweisen. Daher könnte es allem Anschein nach heissen: Israel gegen Obama - (Land) !


Link:


Auch an diesem Sukkot werde ich erneut an entsprechenden Führungen teilnehmen ! Wie leben Juden im Arabischen Teil der Altstadt und was bewegt sie dazu, sich ausgerechnet dort niederzulassen ?

Sukkotfeiern gehen weiter


Photo: Miriam Woelke


B"H

Das Laubhüttenfest Sukkot hat begonnen und ab Sonntag geht es mit all den Festivals erst richtig los. Heute abend beginnt der Schabbat und die Jerusalemer sind mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ich werde den Schabbat im ultra - orthodoxen "Mea Shearim" verbringen und mich am Sonntag in die Feierlichkeiten stürzen und anhand von vielen Photos berichten.

Mittwoch, 22. September 2010

VeSamachta beChagecha

B"H

Heute abend beginnt Sukkot und alles ist in Aufruhr. Der Jerusalemer Machane Markt quoll heute morgen schon gegen 9.00 Uhr über. Die Waren sind, wegen der Nachfrage, unsagbar teuer. Zum grossen Staunen aller fing es dann auch noch kurz an zu regnen. Im September, wo die Regenperiode eigentlich erst im Oktober beginnt.

Gestern abend kaufte ich meinen allerersten Lulav im Leben. Ein Set samt Etrog (Zitrusfrucht) und weitere anfallende Kleinigkeiten dazu. Zuerst erschien alles billig, doch im Nachhinein kam ein Sümmchen zusammen. Wie auch immer, ich bin stolz auf den Lulav, denn diesmal werde ich nicht bei Freunden oder Chabad schütteln, sondern meinen eigenen "geniessen".








Mein Lulav Set zum Sukkot.




Auf dem Lulav Markt am Machane Yehudah Markt / Jerusalem.


Wenn es die Zeit zulässt, werde ich von den Sukkotfeierlichkeiten in Jerusalem berichten. Aus ultra - orthodoxen Stadtteilen, der Altstadt, der Missionsparade, welche fanatische Christen hier abziehen und von Juden, welche Immobilien in Ostjerusalem erstehen und wie sie letztendlich dort einziehen.

Morgen ist Feiertag ! Freitag ist nur halbtags geöffnet und dann zieht der Schabbat ein.

"Chag Sameach - Happy Sukkot" an alle Leser !

Dienstag, 21. September 2010

Sukkot kommt

B"H


Morgen abend beginnt das 8 - tägige Sukkot und im gesamten Land herrscht sonnige Urlaubsstimmung. Nicht so bei uns in der Bäckerei, denn da geht es hoch her und wir fuhren gestern abend Nachtschicht. Ebenso heute sowie am Donnerstag abend nach dem Ausklang des ersten Feiertages.

Viele Israelis haben Urlaub und die Regierungseinrichtungen sowie Kommunen sind bis zum 3. Oktober dicht. Feiern ist angesagt und im gesamten Land warten viele Attraktionen und Festivals.

In Jerusalem wird vor allem in der Jüdischen Altstadt der Sukkot - Trubel ausgetragen. Den Segen der Cohanim (Tempelpriester) an der Klagemauer (Kotel) gibt es zu Beginn der kommenden Woche. Tausende Besucher aus dem ganzen Land werden erwartet und wer einen guten Rat braucht:
Bringt Euch Euer Essen auf jeden Fall selber mit und verzichtet auf den Essenskauf in der Jüdischen Altstadt ! Viel zu teuer und selbst "Bonker's Bagels" zockt Euch ab.

Ich nehme an, dass die Hostels weitgehend mit Christen ausgebucht sind, denn die bereiten einen Marsch durch Jerusalem vor. Fanatische Christen auf Judenmission - mehr ist zu der Parade nicht zu sagen ! Ferner werden derlei Fanatiker sich in die jüdischen Feiern einmischen wollen, denn man hat den unnachgiebigen Drang, dabei zu sein. Egal wie. Die orthodoxen Gemeinden Jerusalems aber haben vorgesorgt und das ultra - orthodoxe Mea Shearim lässt eh niemanden hinein. Besonders an Sukkot gelten dort strenge Regeln und es ist so einiges an Gerüchten im Umlauf. Ich gehe dennoch hin, denn Freunde luden mich in ihre Sukkah ein.

Chabad im Stadtteil Rehavia hat einen neuen Schaliach. Gerade aus den Staaten nach Jerusalem gezogen, lädt Rabbi Yisroel Goldberg in den Independence Park zum Feiern ein. Dies wird am Montag kommender Woche stattfinden. Ein neues Zentrum sucht er noch, doch sind nach den Feiertagen Schiurim (relig. Vorträge) geplant. Dazu zu gegebener Zeit mehr !

Mein Sukkot wird von der Religion geprägt (wenn man einmal von der Arbeit absieht) und ich bewege mich vorwiegend zwischen Altstadt und Mea Shearim.

An den Zwischenfeiertagen läuft der Busverkehr normal weiter, aber ein jeder sollte einplanen, bestimmte Orte vollkommen überlaufen vorzufinden, denn Israel befindet sich im Urlaub. Auch ich werde mir neben der Arbeit etwas freinehmen und nicht immer am Bloggen sein !

Der Psychoterror der Hamas um Gilad Shalit

B"H

Die Hamas setzt ihren Psychoterror gegen Israel fort und veröffentlichte ein weiteres Gilad Shalit Video.

http://holgerawakens.blogspot.com/2010/09/video-hamas-releases-disgusting.html


Jeder kann sich seinen Teil dazu denken !


Link:

Begegnung mit Avivah Shalit

Die Saudis erlauben den Frauen das Autofahren

Montag, 20. September 2010

Jerusalem und wir alle im Umbruch


Jerusalem:
Kreuzung Jaffa Road, King George und Strauss Street
in der Innenstadt

Photo: Miriam Woelke



B"H


Das Leben in Israel hat so seine Vorteile gegenüber dem in Deutschland. Zu allererst fällt einem da natürlich das Wetter ein. In Jerusalem ist noch nicht viel vom anstehenden Herbst zu sehen. Zumindest noch keine gelben Blätter. Alles ist grün und die Sonne scheint bei 28 Grad Celsius. Dennoch gehe ich häufig durch die Strassen der Innenstadt und suche das "alte" Jerusalem aus den 80iger oder 90iger Jahren. Die Enge der Jaffa Street am Machane Yehudah Markt und die ehemalige grüne Verkehrsinsel an der Zalman Shazar Stadteinfahrt. All das gibt es nicht mehr und es zog die Moderne ein.


Der einstige Bürgermeister Ehud Olmert startete den Umbruch und wollte aus Jerusalem endlich einmal Weltniveau machen, anstatt dem Rustikalen hinterher zu rennen. Ein New York sollte schon her, damit die Touristen anrollen, ihr Geld ausgeben und die Jerusalemer Wirtschaft boomt.
Nur kommen die Touristen auch so und die Jerusalemer sind und werden nun einmal keine New Yorker, obwohl seit einiger Zeit auch die Ellenbogengesellschaft eingezogen ist. Die Jerusalemer haben das Kämpfen a la Tel Aviv gelernt. Wohnungen werden immer knapper, vor allem dank Obamas Baustopp, und damit die Vermieter immer raffgieriger. Neulich überhörte ich ein Gespräch einiger Studenten, die sich auf Wohnungssuche befinden. 6000 Schekel (ca. 1200 Euro) Monatsmiete zahle ein Bekannter an Miete für eine kleine Bleibe in der King George. Jetzt muss er auch noch Mitbewohner suchen, um das alles zu finanzieren. Aber das sei nun mal der Preis in Jerusalem.


Von den Mieten und sonstigen Lebenshaltungskosten abgesehen, Jerusalem verändert sich immer mehr zum Negativen. Wenn gebaut wird, dann Luxus für Reiche. Amerikanische und französische Juden aus dem Ausland investieren und kaufen Immobilien, die sie selber nur an den Feiertagen nutzen. Ansonsten leben sie in der Diaspora und suchen die Immobilien in Tel Aviv, Eilat oder Jerusalem lediglich als Notlösung falls der Antisemitismus im Ausland zu schlimm wird. Die Jerusalemer haben das Nachsehen, denn sie können sich die teuren Immobilien nicht leisten und viele sind gezwungen wegzuziehen. Dadurch nimmt der arabische Bevölkerungsteil immer mehr zu.


Der jetzige Bürgermeister Nir Barkat will den jungen Jerusalemern etwas bieten. Auch am Schabbat und driftet so immer mehr in das säkulere Leben. Kinos offen, Pubs offen, nur damit jemand in der Stadt bliebt und einmal nicht nach Tel Aviv anwandert. Dabei vergisst Barkat den eigentlichen Rythmus der Stadt und ihrer Bewohner.


Vielerseits vernahm ich, dass die Leute dennoch abwandern. Richtung Tel Aviv, Modi'in, Beit Shemesh oder andere gehen in den Norden. Nach Haifa, Carmiel oder sogar nach Safed (Zfat). Aus Tel Aviv bin ich weg und Jerusalem sagt mir nichts mehr. Die ewige Hetzerei nach Geld, um Rechnungen zu zahlen, habe ich satt und da liegt der Gedanke nahe, woanders neu zu starten. Alternativen und Perspektiven sind da und warum nicht einfach zugreifen. Die Bäckerei kündigte ich zum Oktoberende und nach den Sukkotfeiertagen beginnt die Bürokratie, denn ich bekomme einige Tausend Schekel an "Pizu'im - Entschädigungen vom Arbeitgeber bei Betriebskündigung". Formulare ausfüllen, sich mit der Buchhalterin zusammensetzen und und und.


Schlechte Nachrichten dagegen scheint es für viele Bewohner des Nordens dann doch noch zu geben. Nicht die Bedrohung der Katyusha - Raketen der Hizbollah aus dem Libanon, sondern drastische Mieterhöhungen drohen: Die Bahn will eine Strecke von der Küste bis hin nach Beit Shean (via Carmiel) einrichten. Nicht bis hinunter zum See Genezareth (Kinneret), aber auch wiederum nicht all zu weit entfernt. Liegen Carmiel und weitere Orte erst einmal an einer Bahnstrecke, werden vermutlich die Mieten ebenso dort in die Höhe schnellen.


Ich jedenfalls bin sehr froh über meine Entscheidung und meine Freunde sehen es positiv. Das Leben geht weiter und die grosse Action muss nicht immer präsent sein. Haredisches (ultra - orthodoxes) Leben ist genügend vorhanden, Synagogen auch und viel viel Landschaft. Vielleicht wird es ja wieder rustikal und ich hoffe sehr, dass die französischen Anleger nicht noch in den letzten Winkel des Landes kriechen und uns das Leben vermiesen bzw. die Ellenbogen - Jerusalemer oder Tel Aviver daheim bleiben.

Afula



B"H

Wer mit dem Bus von Jerusalem nach Tiberias fährt, der durchquert die Kleinstadt Afula. Hier ein paar Bilder aus der Stadt:





 


Links im Bild: Das Rathaus von Afula













Der Zentrale Busbahnhof


Photos: Miriam Woelke

Sonntag, 19. September 2010

Die ignorierte Achmadinejad - Syrien Achse

B"H

Die Amerikaner sehen in Syrien einen Friedenspartner und übersehen dabei die gegenwärtigen Realitäten: Mahmoud Achmadinejad nahm Bashar Assad in die Arme und Putin liefert neue Langstreckenraketen (Reichweite: 300km) nach Syrien. Israel sieht jetzt schon die Raketen in den Händen der libanesischen Hizbollah, doch die Welt macht lieber auf "Frieden im Nahen Osten" !

Wie weit kann man sich eigentlich selbst belügen und einreden, es sei alles in bester Ordnung ?

Sukkot kommt

B"H


Am Mittwoch abend beginnt, nach dem gestrigen Yom Kippur, schon wieder der nächste Feiertag: Acht Tage wird das Sukkot (Laubhüttenfest) dauern. Der erste sowie der letzte Tag sind Feiertage und dazwischen finden wir den sogenannten "Chol HaMoed - die Zwischenfeiertage".

All die Tage werde ich fast alle in Jerusalem verbringen. Außer ein paar Ausflüge in die Umgebung. Die Altstadt steht auf dem Programm, die Trips der nationalrelig. Yeshiva "Ateret Cohanim" in den Arabischen Altstadtteil und die dort lebenden Juden sowie eventuelle Trips zum "Kever Rachel - Grab der Rachel" bei Bethlehem (Beit Lechem) oder in die Stadt Ariel (wobei der Bus durch viele nationalrelig. Siedlungen fährt).


Sukkot in Jerusalem, das bedeutet leider leider auch die Anwesenheit vieler fanatischer Christen, die ihr Missionsunwesen treiben. Zusammen mit der "International Christian Embassy" veranstalten sie eine Parade durch Jerusalem und machen auf voll durchgeknallt wegen ihres "Meschiach" J. Das ist das Letzte, was Jerusalem braucht: Eine Horde fanatischer Christen, welche den Juden das Schlimmste an den Hals wünscht, weil sie sich nicht missionieren lassen.


Das Positive lassen wir uns deshalb lange nicht verderben:
Tausende Juden aus allen Landesteilen werden in der Altstadt erwartet. Der Rubel rollt und wir zeigen Einheit in der Sukkah (Laubhütte).
Viele Bilder werde ich dazu in die Blogs stellen. Negatives wie Positives !


Touristen in Israel:
Dieser Mittwoch ist ein halber Tag wie normalerweise der Freitag vor dem Schabbat. Der Busverkehr wird am Nachmittag eingestellt und die Geschäfte schliessen ebenso. Jedenfalls in Jerusalem. Die Zwischenfeiertage Sonntag, Montag + Dienstag in der nächsten Woche bilden gleichsam eine kleine Ausnahme. Obwohl die Busse wie gewohnt fahren, machen dennoch viele Geschäfte mittags dicht. Post und Banken sind ebenso nur bis mittag offen ! Regierungsgebäude einschliesslich Stadtverwaltungen, öffnen erst wieder nach Sukkot.

Ist das angebracht ? ANNE FRANK als COMIC !


Photographiert aus einer israelischen Tageszeitung: Miriam Woelke


B"H

Das israelische Holocaust Museum "Yad Vashem" findet es gut, ein Cousin Anne Franks spricht sich dagegen aus:
Jemand hatte die Idee, Kindern die Geschichte sowie die Leiden der ANNE FRANK per Comic zu vermitteln. Ist das angebracht ? Meines Erachtens nach nicht, denn ein Comic kann nicht die Leiden der Nazizeit wiedergeben !

"Umm al Fachem" - So leben die "armen" Palästinenser, Teil 2

B"H

Der erste Teil meiner Aufnahmen aus der Umgebung des palästinensischen Umm - al - Fachem (in Nordisrael und nicht weit von der Stadt AFULA) sowie der jetzige Photosatz entstanden auf dem Bus heraus.

So leben die "armen" Palästinener im Norden Israels ! 
Wobei zwischen ihnen und ihren Brüdern und Schwestern in Ostjerusalem ein riesen Unterschied besteht. Im Norden lebt und klotzt man, In Ostjerusalem hingegen wird sich oftmals dem Hamas - Terror hingeben bzw. den Touristen etwas vorgejammert, damit diese bereitwillig ihre Geldbörse öffnen.




Barak Hussein Obama will für grosse Teile Israels einen Baustopp. Die Palästinenser jedoch dürfen uneingeschränkt bauen. Da regt sich niemand in der Welt auf !










Photos: Miriam Woelke

Bilder aus Tiberias (am See Genezareth - Kinneret)

B"H

Schon immer liebte ich den Norden unseres Landes und in Kürze werde ich dorthin übersiedeln. Tel Aviv, Jerusalem ? All das ist mir seit langem zu stressig geworden. Vielleicht liegt es am Alter, aber ich bin nicht mehr bereit, 3/4 meines Einkommens für Mieten hinauszuschmeissen. Aber die Mieten sind nur ein Grund von vielen. Die Bäckerei werde ich in den nächsten Wochen verlassen und ich bin froh über einen Neubeginn.

In der vergangenen Woche war ich wieder im Norden und ich stelle einige Photos in diesen sowie in meinen relig. Hamantaschen - Blog.



Vor der Einfahrt nach Tiberias: Blick hinunter auf den See Genezareth (Hebräisch: Kinneret).




In Tiberias. Auf der anderen Uferseite sieht man die Berge des Golan.
Dahinter liegt Syrien.




Downtown Tiberias




Ein Baum mit Stacheln




Die Stadt verfügt über mehrere "Heisse Wasserquellen - Hot Springs".





Photos: Miriam Woelke

Donnerstag, 16. September 2010

On the Road

B"H

Auf den Bus nach Tiberias wartend und froh, eine weitere Arbeitswoche hinter mich gebracht zu haben. Falls ich in Tiberias Internet auftreibe, werde ich vor dem morgen abend beginnenden Feiertag YOM KIPPUR nochmals etwas schreiben. Sollten alle Stricke reissen, wünsche ich vorab GMAR veCHATIMAH TOVA & ZOM KAL - Ein leichtes Fasten !!!

Das Fasten am Yom Kippur wird in Israel nicht ganz so einfach, denn hierzulande herrschen nach wie vor sommerliche Temperaturen um die 30 Grad Celsius.

Mittwoch, 15. September 2010

Tiberias ist wie New York

B"H

Als ich das letzte Mal in Tiberias weilte und mit Freunden endlich in einer AROMA - Filiale (israel. Kaffeehauskette) eintraf, war mir klar: 
Gegenüber Safed (eine Stunde nördlich von Tiberias) ist Tiberias am See Genezareth (Kinneret) wie New York. Hier gibt es alle möglichen Läden und nichts wird zur Qual beim Suchenprozess. Zwar ist auch Tiberias Provinz, doch so schlimm wie Safed nun doch wieder nicht. Trotzdem gehören beide Orte, neben Jerusalem und Hebron, zu den vier Heiligen Städten Israel. In Tiberias tagte der Sanhedrin, nachdem der Zweite Tempel von den Römern zerstört worden war und darüber hinaus sind viele wichtige talmudische Rabbiner in und um die Stadt beerdigt worden.

Einen Tag vor dem höchsten jüdischen Feiertag Yom Kippur, am morgigen Donnerstag, werde ich einen Tag lang in Tiberias sein und versuchen, das Talmudische des Ortes zu ergründen. Am Freitag geht es zurück nach Jerusalem, wo gegen ca. 17.00 Uhr der Yom Kippur beginnt.

Wer sich als Tourist in Jerusalem aufhält:
Außer im arabischen Stadtteil sind sämtliche Einrichtungen sowie Geschäfte ab 14.00 Uhr geschlossen. Auch fahren danach kaum mehr Busse. Wer reisen will, der tue dies früh am Morgen, um das Nachmittagschaos zu unterwandern.

Freitag abend - Samstag abend (Versöhnungstag) sendet der israelische Rundfunk nicht und das TV hat gleichsam Sendepause. Nichts geht mehr und wer freie Straßen sehen will, der tue dies am Yom Kippur.
Die Mehrheit der Juden befindet sich fast den gesamten Tag über in der Synagoge, denn ein Jeder sucht ein gnadenvolles G - ttesurteil für das Neue Jahr. Ferner sei anzumerken, dass der Kippur ein JÜDISCHER Feiertag ist und Nichtjuden nichts mit ihm zu tun haben. Ich erwähne dies, da nicht wenige fanatische (meist deutsche) Christen gerade dann an der Klagemauer über Juden herziehen. An Yom Kippur fällt immer wieder auf, wieviele deutsche Touristen gerade dann an der Klagemauer stehen. Allgemein gesprochen werden die fastenden Juden angestarrt, wobei sich der nichtjüdische Tourist mampfend eine Falafel reinzieht. Ganz so wie im Kino mit Popcorn.

Jetzt vor dem Yom Kippur zieht es Tausende Israelis aus allen Landesteilen zur Kotel (Klagemauer). Die Restaurants in der Jaffa Road haben momentan nachts über geöffnet. So stark ist der Andrang und das Business.

Eine schlechte Nachricht für die Zeit nach den ganzen Feiertagen:
Der Brotpreis zieht wieder kräftig an !



Links zu Tiberias u.a. hier:


Wobei ich mehrere Photos in den Blog gestellt habe ! 


Alles zum Yom Kippur HIER

Friedens - Photoshop a la Ägypten

B"H

"Elder of Ziyon" erblickte einen interessanten Photoshop einer ägyptischen Nachrichtensite !

Neulich im Weissen Haus:
Mubarak, Netanyahu, Obama, Abu Mazen und der jordanische König Abdallah.




Ägyptens al - Ahram aber zeigt ein photogeshopptes Bild:
Hosni Mubarak wurde doch glatt, vor allem anderen Politikern, in Frontpose gesetzt !
















Heute nachmittag treffen sich Netanyahu und Abu Mazen im ägyptischen Sharm - al - Sheikh zwecks Friedensverhandlungen. Eine Show für die Welt, doch Hillary und Barak Hussein samt Welt sinds zufrieden.
Israel besteht auf Abu Mazens Anerkennung des jüdischen Staates Israel, doch der Palästinenser weigert sich beharrlich. Für ihn besteht kein Israel und damit unterscheidet er sich nicht von der Hamas. Obama dagegen meint, Israel solle mal nicht auf so "Kleinigkeiten" pochen, sondern zur Sache kommen und den Nahen Osten endlich räumen !

Jerusalem im Jahre 1918

Jerusalems Agrippas Street by Night


Man beachte die Wolken am Himmel im Hintergrund !

Photo: Miriam Woelke

Dienstag, 14. September 2010

An Essen fehlt es nie

B"H

An Essen fehlt es nie; wenn dann nur am Geld.:-)



Auf dem Jerusalemer Machane Yehudah Markt.

Photo: Miriam Woelke

Orthodoxe Rabbiner gegen die Armee - Konversionen

B"H

Es mag sich wieder einmal chaotisch anhören, doch in Israel ist bekanntlich fast alles möglich: Da wurden innerhalb der letzten Jahrzehnte mehr als 4000 nichtjüdische israelische Soldaten / innen innerhalb der Armee zum Judentum konvertiert und ca. 800 befinden sich momentan im Konversions (Giur) - Prozess, doch das israelische Oberrabbinat samt der zwei Oberrabbiner Metzger und Amar stellt sich quer. All jene, welche in der Armee zum Judentum konvertierten, sind anscheinend gar keine Juden.

Und wieder einmal steht das Giur - Thema zur Debatte. Ein Thema, bei welchem in Israel kaum mehr jemand durchsteigt. Eines allerdings steht fest: 

Eine Konversion zum Judentum muss orthodox erfolgen, wobei der Kandidat im Moment seiner Konversion vor dem Beit Din (Rabbinischem Gericht) eine ernsthafte Absicht haben muss. Auf meinem Hamantaschen - Blog habe ich in der Vergangenheit mehrere Male den Talmudischen Standpunkt beschrieben. Nämlich wann eine Konversion zum Judentum Gültigkeit besitzt.
Kabbalistische Literatur legt noch einen drauf: Ein Giur ist nur dann erfolgt, wenn der Kandidat eine "jüdische Seele" erhielt und dieses wiederum findet nur dann statt, wenn der Kandidat die Thoramitzwot hält.

All dem stimme ich uneingeschränkt zu und ich wunderte mich seit Jahren, dass die israelische Armee "Ex und Hopp Konversionen" durchführt. Junge Russen, Äthiopier oder wer auch immer, machten in der Armee einen Schnelldurchlauf und jahrelang war ich der Meinung, dass der Giur außerhalb der Armee eh nicht anerkannt wird. Die Anzahl der Gerim stieg drastisch an und anscheinend unterschrieben Rabbiner des Oberrabbinates diverse Konversionsurkunden. Jedoch ohne Zustimmung der israelischen Oberrabbiner oder sonstiger führenden Rabbiner des Oberrabbinates.

Das Verfahren ist kompliziert und eine detaillierte Ausführung erspare ich mir an dieser Stelle. Nur soviel: Armeekonvertiten werden nicht anerkannt und sind keine Juden.

Gestern abend kam es auf dem haredischen (ultra - orthodoxen) Radiosender "Kol ba'Ramah" zum Eklat. Der nationalrelig. Knessetabgeordnete Zevulon Orlev sagte, die Gerim der Armee haben ihre Konversion verdient, denn schliesslich dienen sie in der Armee. Alles habe seine Richtigkeit und Punkt.
Nach Orlev kam der haredische Rabbiner Nachum Eisenstein zu Wort. Rabbi Eisenstein ist mir persönlich bekannt, denn aufgrund meiner Beschwerde bezüglich eines in Deutschland tätigen Rabbis, begann Eisenstein nachzuforschen. Rabbi Nachum Eisenstein ist ein absoluter Spezialist auf dem Gebiet der falschen Konversionen zum Judentum und jagt jeden Rabbi, welcher derlei Konversionen durchführt, gnadenlos. 

Im Interview auf "Kol ba'Ramah" sagte Rabbi Eisenstein, dass der Dienst an der Waffe nichts mit der Religion zu tun habe. "Toll, dass diese Nichtjuden in der Armee dienen, aber eine Armee mache niemanden zum Juden. Dazu gehören Thora und Mitzwot".

Ferner gab Rabbi Eisenstein dem abgesetzten Rabbiner Druckmann die Schuld an all den falschen Konvertiten in unserem Land. Druckmann nahm all jene Kandidaten, welche das Oberrabbinat nicht wollte und schleppte sie durch den Kurs. Das Resultat sei, dass die absolute Mehrheit der Druckmann - Kandidaten gar kein Interesse am Judentum hege, sondern nur in Israel leben wolle.
Zum Thema "Druckmann und Machenschaften" gab es vor einigen Monaten ein Interview mit Rabbi Druckmann selbst in der Zeitung zu lesen. Weiterhin beschuldigte Rabbi Eisenstein die Jerusalemer Organisation "Itim", welche sich für Konvertiten beim Innenministerium einsetzt. Mir persönlich wurde berichtet, dass "Itim" lediglich aus einem winzigen Office bestehe, in welchem ein pressesüchtiger Rabbi herrsche.

Eines sollte festgehalten werden:
Die Armee ist kein Platz für die Konversion zum Judentum ! Dies stellte letztendlich sogar der Oberste Israelische Gerichtshof fest und erklärte all jene Konvertiten zu Nichtjuden. Was die Armee hervorbrachte war ein Sammelsurium falscher Konvertiten, die "dazugehören" wollen, doch trotz Giur keine Juden sind, da ihnen die Thora nichts bedeutet. Ein Giurzertifikat allein macht einen noch lange nicht zum Juden !

Israels Linke kapiert es nie !

B"H

Erinnert Ihr Euch noch an die israelische Satire von "Latma" ? Jener Gruppe, welche nach dem Flotilla - Vorfall den Hasbarah Song "We con the World" verbreitete und damit einen riesen Erfolg nach sich zog. 

Nach mehreren zwischenzeitlichen Videos entwickelte LATMA nun eines, dass die obskuren Ansichten der israelischen Linken parodiert. Die israelische Linke a la Uri Avinery oder A.B. Yehoshua, die da alles wollen, nur kein Israel und kein Judentum. Dennoch aber weigert man sich, nach Gaza oder Ramallah umzuziehen. Wenn es hart auf hart kommt, rennt die Linke schnell davon. 

Das folgende Video ist mit englische Untertiteln versehen und zeigt unseren Medienalltag mehr als deutlich !



Montag, 13. September 2010

Hebräisch lernen & Aliyah nach Israel

B"H

Seit wenigen Wochen bietet BLOGGER seinen Mitgliedern einen neuen Service:
Wir Blogger sind damit in der Lage, unsere STATS einzusehen; bedeutet, wir sehen woher sich jemand in den Blog einklickt, welche Themen er ggf. auf Google suchte und welche unserer Blogartikel angeklickt werden.

Der absolute Hit dieses Blogs ist "Lost Puppy" ! Ausgerechnet ein Cartoon und ich kann mir kaum erklären, warum es gerade DER Cartoon an die Spitze brachte.:-)))
Politische Themen werden ebenso aufgerufen, doch zweite Sieger sind und bleiben anscheinend "Hebräisch lernen" sowie die "Aliyah nach Israel".

Anstatt jetzt mit einem Haufen kunterbunter Hebräischlinks aufzufahren, lege ich Euch eines ans Herz: Trotz all der Youtube Videos und den "Ich lerne Hebräisch in einer Woche" scheut den Weg zur Volkshochschule nicht. Dort unterrichten meist Muttersprachler die hebräische Sprache und somit sollte Euer Geld gut angelegt sein. Sicher kommt Ihr mit der Volkshochschule voraussichtlich nicht auf einen superhohen Level, doch jeder fängt einmal klein an.

Hebräischkurse in Israel ?
Die meisten Kibbutzulpanim nehmen nur noch Neueinwanderer auf, aber festlegen will ich mich nicht. Vielleicht könnt Ihr Euch ja an die jeweilige JEWISH AGENCY in Eurem Land (Deutschland, Schweiz, etc.) wenden und die geben Euch ggf. mehr Infos.

Ferner bestehen in Israel viele Privatkurse oder halt jene teuren Kurse an einer Uni. Der Level kann recht hoch sein, doch was will jemand mit dem Hebräischen, wenn er es hinterher nicht nutzt ? Eine wichtige Voraussetzung neben der Sprache ist genauso die Mentalität des Landes sowie der Alltag. Erst hier zeigt sich Eure neu erworbene Sprache und hier lernt Ihr das wahre Leben und den Slang. Ein Buch kann Euch das nicht bieten.

Grundsätzlich sollte eine neue Sprache immer im jeweiligen Land erlernt werden. In Israel mag das möglich sein, doch was wird nach Eurem Aufenthalt ?
Denjenigen, die so gerne die Thora im Original lernen / lesen wollen sei gesagt ? Auf den Level werdet Ihr viele Jahre warten müssen. Noch dazu, wo Euch die Sprache nicht weiterhilft. Beim Thoralernen gelten viele andere Regeln wie Gematria oder komplizierte Verben miteinander zu vergleichen.

Als ich in zwei Kibbutzulpanim Hebräisch lernte machte ich ausserhalb des Klassenzimmers stets die Erfahrung, dass nicht jeder Israel seine Sprache so nutzt, wie wir im Klassenzimmer. Plötzlich wurden wir mit der Umgangssprache konfrontiert und hackten nicht nur auf die grammatikalische Welt ein. Kaum ein Israeli wartet auf sein Gegenüber, wenn dieses da ewig lange an einem Satz zockelt und sich jedes Wort zurechtlegt. Ich tue das auch nicht und fange dann an, mit dem Gegenüber Englisch zu reden, da ich ihm weitere Qualen ersparen will.

Hinweis:
Allein für das Wort WASCHEN hält die hebräische Sprache mehrere Wörter parat:
Haarewaschen, Fussboden - oder Geschirrwaschen, sich selber waschen, Wäsche machen, Zähne putzen - all das sind schon mehrere Verben, die man lernen muss. Hebräisch ist keineswegs einfach und bis heute schaue ich manchmal noch im Wörterbuch nach.

Zur Aliyah kann ich gar nichts mehr berichten. Meine eigene Einwanderung nach Israel liegt mehr als zehn Jahre zurück, doch ist eine Freundin von mir einen Tag vor Rosh HaShana (in der letzten Woche) offiziell eingewandert. Sie lebte schon mehrere Jahre hier im Land und raffte sich endlich einmal zur Aliyah auf. Mit Staatsbürgerschaft und allem. Momentan läuft sie von Amt zu Amt und gestern war sie auf der Bank. Bankkonto wechseln und dabei stellte sich heraus, dass die Bürokratie oftmals komplizierter sein kann, wenn man aus Israel Aliyah macht. Bedeutet, sich im Land befindet und auf das lokale Innenministerium geht und Aliyah beantragt.

Der Kontowechsel meiner Freundin sah dann so aus, dass sie bei der Neukonteneröffnung auf der neuen Bank Kontoauszüge über die letzten vier Monate bei ihrer alten Bank vorzeigen musste. Ausgedruckt und mit Unterschrift der alten Bank. Grosse Probleme bereitete ihr das nicht, denn sie hat einen Spitzenjob und verdient massig Geld. Somit war dann die Bankangestellte auch gleich ganz freundlich und kroch.:-) Normalerweise kommt der Neueinwanderer ohne viel Cash und da reagiert die Bank reservierter.

Was hat sich noch verändert ?
Beim "Misrad HaKlita - Neueinwanderungsministerium" musste sie erst einen Termin vereinbaren. Die Bank aber wollte einen Schein vom Ministerium sehen, damit meiner Freundin die Kontogebühren für einige Zeit erlassen werden. Dies ist eines der Rechte für Neueinwanderer.
Was aber tun, wenn der "Te'udat Oleh - Einwanderungsausweis" erst in einem Monat kommt ? Also wieder zurück aufs Ministerium und dort erhielt sie einen schein für die Bank. Diese wiederum erlässt ihr teilweise die Gebuehren. Zumindest fuer einen gewissen Zeitraum.

Wie bin ich froh, dass ich all das längst hinter mit habe !