Montag, 28. Februar 2011

LATMA: "Arabische Demokratie"

B"H

Israels Satiregruppe LATMA und ihr aktuelles Video zum arabischen Demokratieverständnis:

Das nationalreligiöse Siedler Movement und seine christlichen Spendengelder

B”H

“Money makes the world go round” – Nicht nur für Haredim (ultra - orthodoxe Juden) wie Dudi Zilberschlag oder Yehudah Meshi Zahav , doch insbesondere für die nationalreligiöse Siedlerbewegung. Auf der Suche nach Material zum Angriff der israelischen Polizei auf die Gilad Farm, fand ich dieses


und noch mehr
http://www.blessingisrael.com/

Nicht nur Netanyahu spielt Ghaddafi, doch die nationalreligiösen Siedler aus der Schomron (Samaria) begaben sich schon vor langer Zeit in die Hände radikaler christlicher Fanatiker wie, zum Beispiel, den evangelikalen Christen.

“Jüdische Ideologien JA, aber verwirklicht mit christlichen Missionsgeldern von Extremchristen, welche Juden missionieren und somit auszurotten beabsichtigen !”

Israelische Polizei schiesst Gummigeschosse auf Bewohner von Gilad Farm


Der Outpost Gilad Farm

B"H

Israelische Polizei schiesst Gummigeschosse auf Gilad Farm Bewohner
Die Gewalt der israelischen Polizei, wenn es denn um Siedler und eventuelle Räumungen von Siedlungen geht, sind keine Grenzen gesetzt. Das nicht erst seit dem jüngsten Vorfall auf der “Gilad Farm”, wo die Polizei mit Gummigeschossen um sich knallte. 

Rechte und linke israelische Berichterstattungen verkünden Unterschiedliches. Haben nun die Siedler die Polizei mit Steinen angegriffen oder nicht ? Beim Auftauchen der Polizei so früh am Morgen muss das nicht unbedingt wahrscheinlich sein und ich möchte jemanden erleben, der da sein Zuhause nicht verteidigt.

Netanyahu befiehlt und die Polizei macht Jagd. Die Frage bleibt immer, wer die Polizisten sind, denn viele Male werden drusische Polizisten entsandt, den Siedlern den Hintern zu versohlen. Drusen, Russen und alles, was die Siedler eh hasst. Heute nun knallte es und das Geschrei nach einem Untersuchungsausschuss beschäftigt die Presse sowie die Knesset. Netanyahu als neuer Ghaddafi. Ich kann mir nicht helfen, aber mich erinnern derlei Polizisten stets an die Machenschaften der jüdischen Ghettopolizei im Warschauer Ghetto.





Eine früherer Artikel von mir zur "Hilltop Youth" der Siedlerbewegung:

(Single)Alltag in Tel Aviv


Heute morgen noch goss es aus allen Eimern, nun aber scheint wieder die Sonne. 

B"H

Ganz interessant, was eine israelische Tageszeitung heute verkündet: 

TEL AVIV wurde zur Stadt der SINGLES. 

Der Drang nach Ehe und Familie sei immer weniger ausgeprägt als anderswo im Land. In Tel Aviv lebe man single. Meiner Meinung nach passt diese Art zu leben ganz gut zur Stadt. Wer will sich hier gross eheliche Probleme aushalsen, wenn die Stadt ein einziger Überlebenskampf ist ? Wer macht sich abhängig, wenn morgen schon eine gravierende Lebensänderung ins Haus schneit ? Unter anderem die bei den hiesigen Jobs so populäre RE - LOCATION. Einen Job anehmen, aber nächste Woche schon kann einen die Firma an einen anderen Ort versetzen. "Frei sein für die Karriere" - so das Motto vieler junger Tel Aviver heute.

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 27. Februar 2011

Hitler ruft Ghaddafi an


Der deutschen Linken ist der Holocaust an den Juden unangenehm

B”H

Gestern abend war ich mit einem Freund aus, wie man so schön sagt. Wir sassen in einem Café und plötzlich traten zwei männliche deutsche Touristen ein und pflanzten sich an den Nebentisch. Das Problem ist, dass sobald ich die deutsche Sprache höre, ich zwangsläufig mithöre, ohne, dass ich es eigentlich will. Die Muttersprache bleibt aber doch anscheinend irgendwo hängen. So sprach ich mit dem Freund Hebräisch und hatte am rechten Ohr Deutsch zum Mithören. Ein Zustand, der manchmal verwirrt.

Kurz darauf trabte eine Gruppe amerikanischer Teenies herein und platzierte sich an den Tisch gegenüber. Damit sassen wir neben den Deutschen und die Amerikaner gegenüber von unseren beiden Tischen.

Wir redeten, die beiden Deutschen, übrigens Studenten, wie sich in deren Gespräch herausstellte, waren busy mit ihren iPhones und die Amerikaner begannen eine Diskussion zur jüdischen Geschichte und letztendlich kam das Thema lautstark auf den Holocaust.

Bevor die Amerikaner eintraten, redeten die beiden Deutschen über den Nahost – Konflikt. “Naja, meine Einstellung hat sich aufgrund des Israelbesuches nicht wesentlich verändert, so der eine Student. Die Palästinenser sind eingepfercht und irgendwelche komischen Siedler leben in Saus und Braus".

Der zweite Student lenkte ein, dass die Juden ja immerhin durch den Holocaust nach Israel kamen, verabschiedete sich dann aber kurz aufs stille Örtchen. Unterdessen traten die Amerikaner ein. Juden und offenbar vom Birthright – Programm. Sie drehten voll auf und gaben zum Besten, dass die Deutschen die Juden ausgerottet haben und Israel nicht einfach so entstand wie jedes andere Land. Hierzu gab es einen höheren Grund und, selbstverständlich, auch G – tt. Einige Teenie – Amerikaner der vielleicht sieben oder acht Leute, lenkten ein und sagten, dass ihre Grosseltern in KZs waren.

Es war interessant zu beobachten, wie der dasitzende deutsche Student reagierte, der die Palästinenser als “eingepfercht” sieht. Er haute nervös auf sein iPhone ein und versuchte wegzuhören, doch die Amerikaner wurden emotional und laut. Auf einmal sprang der Student auf und setzte sich weiter weg an einen Tisch. Sein Freund kam vom Klo zurück und kurz darauf verliessen sie das Café.

Ich erwähne den Zwischenfall, weil es, wie gesagt, interessant war zu sehen, wie deutsche Linke reagieren, wenn da plötzlich die Sprache auf den Holocaust an den Juden kommt und Jugendliche von ihren Verwandten berichten, die die Lager überlebten. In dem Moment stand die Realität und Geschichte zwischen den Studenten und den Amerikanern und das war dem einen deutschen Studenten peinlich, denn seine Argumentation war dahin. Was “einpferchen”, wenn er mit der deutschen Geschichte konfrontiert wird ? Israel beschuldigen und die eigene Vergangenheit abschalten macht sich nicht gut. Noch dazu, wo die Palästinenser alles andere als eingepfercht leben.


Shopping in Ramallah

Gudrun Burwitz, die Himmler - Tochter auf Facebook

B"H



Himmler - Tochter und Altnazi - Prinzessin GUDRUN BURWITZ ist auch auf Facebook vertreten. Einmal per WIKIPEDIA und einmal als normale Personal Page. Bei Letzterem bin ich mir jedoch nicht sicher, ob sich da nicht ein paar Irre einen miesen Scherz erlauben, denn ihre wenigen Freunde scheinen eher aus Tschechien zu kommen als aus dem Dritten Reich. 


Links:



Nazi - Prinzessin Gudrun Burwitz, Teil 2

Sonnenuntergang in Tel Aviv



Photos: Miriam Woelke

Samstag, 26. Februar 2011

Ankunft in Zfat (Safed) / Nordisrael






In der Altstadt von Zfat

Photos: Miriam Woelke

Die Höhe der Mieten und Gehälter in Israel

B”H

Bezüglich des Artikels


hier ein paar zusätzliche Infos:

Gehälter ist vielleicht nicht ganz richtig, denn es kommt natürlich darauf an, welchen Beruf der Arbeitnehmer ausübt und wo er arbeitet. "WO" ist hier örtlich gemeint und es ist bekannt, dass in Tel Aviv und Umgebung mehr verdient wird als anderswo im Land. 

Auch mehr als in Jerusalem. Zum Vergleich: Eine Büroangestellte / Büroangestellter erhält ca. 3500 – 4500 (oder etwas mehr) in Jerusalem, in Tel Aviv dagegen lag mein Anfangsgehalt als Angestellte (und das vor ein paar Jahren) schon bei 6000 Schekel (ca. 1200 Euro) pro Monat. Im Laufe der Zeit kam ich auf 8000 Schekel (ca. 1600 Euro).
Lehrer sowie der gesamte Erziehungskreis (wozu auch ich mit dem Unterrichten gehöre), sind extreme unterbezahlt. In diese Sparte fallen ebenso Uniprofessoren und das ist der Grund, warum soviele Profs in die USA ziehen und dort Vorträge halten.

Sozialarbeiter hingegen können gut verdienen, sobald sie für die Stadtverwaltungen Jerusalem oder Tel Aviv arbeiten. Ich kenne einen leitenden Sozialarbeiter in Jerusalem und der hat ein mehr als üppiges Gehalt. Wer anfängt zu arbeiten, der sollte sein Glück stets im öffentlichen Dienst probieren, denn dort werden saftige Gehälter gezahlt !

Ein israelisches Normalgehalt liegt zwischen 3800 Schekel (Mindestgehalt) – ca. 5500 Schekel. Selbstverständlich gibt es, wie überall besser Verdienende.
In der Peripherie hingegen sieht es wesentlich anders aus und die meisten Leute verdienen Mindestgehalt. Diejenigen, die mehr verdienen, pendeln oft weite Wege in eine andere Stadt. Im Norden, z.B., reisen einige aus Tiberias oder Kfar Tabor bis nach Haifa oder Netanya zur Arbeit, wo dann natürlich mehr verdient wird. 

Die Mieten

Hierbei kommt es ebenso darauf an, wo man wohnt. Obwohl die Vermieter der Peripherie nachziehen und immer gieriger werden, zahlt ein Israeli die höchste Miete in Tel Aviv. Ich glaube, die Stadt wurde sogar unter den ersten zehn oder zwanzig teuersten Städten der Welt aufgelistet. Jerusalem aber holte kräftig auf, trotzdem die Gehälter niedriger liegen als in Tel Aviv. 

Ein WG – Zimmer in Tel Aviv (ohne Nebenkosten) kostet heute mindestens 1800 Schekel bis ca. 2000 Schekel (ca. 400 Euro). Für einen Europäer mag das billig klingen, doch wer in Israel arbeitet, für den ist das bei dem Gehalt eine enorme Summe. Wobei die Nebenkosten Wasser, Strom, Gas sowie die Stadtsteuer "Arnona" tüchtig angestiegen sind. 

Eine 2 – Zimmer – Wohnung in Tel Aviv kostet um die 3000 Schekel (ca. 600 Euro). In Jerusalem ist das fast die gleiche Miete, aber wer Glück hat, kann etwas für 2500 Schekel (ca. 500 Euro) finden. 

3 – 4 Zimmer – Wohnungen in Tel Aviv kosten ab 4000 Schekel (ca. 800 Euro) aufwärts. Es kommt auf den Stadtteil an, doch sollte man ca. 5000 – 6000 Schekel Miete einplanen. Im abgefackelten Süd – Tel Aviv ist es billiger, doch sind die Nachbarn nicht immer die angenehmsten. Afrikaner, Philippinos, Junkies, Prostituierte, all das sollte man einplanen. Nicht immer, aber um Überraschungen vorzubeugen.

Anzumerken sei, dass die Nachbarorte Tel Avivs wie Bat Yam, Holon, Rishon LeZion, Rehovot, Hod HaSharon auch nicht viel billiger sind. Ganz zu schweigen von Herzliya oder Netanya. Be idem Gehalt muss man schuften, um die Mieten aufzubringen und die Nebenkosten zu zahlen. 

Nicht nur das: Lebensmittel sind wesentlich teuerer als anderswo und auch hier zieht Jerusalem mittlerweile mit. Genauso wie der Norden. Wer meint, die Lebensmittel in Zfat (Safed) seien billig, weil dort der Hund begraben liegt, der irrt gewaltig. Ich gab in Zfat mehr Geld für Essen aus als in Tiberias. 

Kurz gesagt, wer in Israel lebt, muss arbeiten und wer es nicht tut, der steht schnell auf der Straße, denn die hiesigen Vermieter fackeln nicht lange und räumen die Habe des nicht zahlenden Mieters einfach auf den Gehsteig und wechseln das Türschloß aus. Das geht hier ruckzuck. Nicht viel anders die Arbeitskündigungen. Manche Betriebe sagen einem heute, dass man morgen nicht mehr zu kommen braucht und was dann ? Stütze gibt es lediglich nach einer gewissen Beschäftigungszeit von einigen Jahren. Ansonsten zahlt die Bituach Leumi (Nationalversicherung), aber das vorweglich an Staatsbürger. Nicht jeder kann da einfach so hin und Geld bekommen. 
Geld ? Mindestsummen und nicht zu vergleichen mit dem Harz IV oder V (oder was auch immer) in Deutschland.

Ist die Miete oft nicht am 1. des Monats gleich auf dem Konto des Vermieters, so hängt der schon an der Strippe und fragt nach, wo das Geld bleibt.

Soweit ein paar kleine Beispiel aus unseren Landen ...

Freitag, 25. Februar 2011

Kleiner Hinweis für TechFreaks

B”H

Ein kleiner Hinweis zwischendurch: 

Google verkündete eine Neuerung im “Ranking System” seiner Suchmaschinen. Abkopierer, notorische Verlinker sowie Content – Dieben lernt Google das Fürchten. 

Links:


Tel Aviv: Ecke Ibn Gvirol - Masaryk - Frishman


Tel Aviv Innenstadt: Die Mieten in dieser Gegend liegen ausgesprochen hoch.

Photo: Miriam Woelke

Schabbat Schalom


Karussel in Tiberias

Photo: Miriam Woelke


B”H

Die israelische Presse besteht heute vorwiegend aus den Theman “Libyen”, “Ägypten” und dem Rest der Rebellionen in den Arabischen Ländern. Nichts Gutes sieht Israel aufziehen und mischt sich zwar nicht ein, doch beobachtet argwöhnisch. Dazu gibt es allen Grund, denn vorgestern flogen zwei Grad Raketen aus Gaza auf Beersheva. Die Hizbollah gewinnt im Libanon immer mehr die Oberhand und Terror – Scheich Nasrallah wartet nur auf grünes Licht aus dem Iran, um Israel erneut zu attackieren.

Nichtsdestotrotz, es erwartet uns ein sonniger Schabbat mit mehr als 20 Grad Celsius. Hinaus in die Natur und die Sonne, heißt das Motto. Doch vorher folgt ein langer Arbeitstag bis ca. eine Stunde vor Schabbateinbruch.

“Schabbat Schalom” an alle Leser !

Leserfrage: "Nach Israel auswandern"

B”H

Es überrascht mich immer wieder zu sehen, wie viele Leute das Thema “Auswandern nach Israel” googeln. Allein von der Ausdrucksweise heraus (“auswandern”) entnehme ich, dass es sich hierbei vornehmlich um Nichtjuden handelt. Dazu sei kurz angemerkt, dass sich jene Deutschsprachigen, welche diese Worte googlen vielleicht zuerst in den europäischen Staaten umschauen sollten, denn es gibt ja den Europapass ohne Visapflicht und alles. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum es immer Israel sein muss; ein Land, dass gesetzlich nur Juden aufnimmt und kein Einwanderungsland für Leute aus der ganzen Welt darstellt.

Wer einmal in Israel angekommen, und ich traf zahlreiche Touristen, die in Deutschland naiverweise alles aufgegeben hatten und mit einer reisen Tasche nach Israel einreisten, gehen die Auswanderungsträume ziemlich schnell baden. Visaprobleme, die fehlenden Sprachkenntnisse, eine völlig andere Mentalität, keine Krankenversicherungen, keinerlei Absicherungen, keine Hilfen, nichts. Der Tourist steht alleine da und rasch geht das Geld aus. Was dann ?

Die Mehrheit meint, es ergehe ihr bestimmt nicht so und man komme zurecht. Es würde mich interessieren, wie viele von diesen Leuten scheitern und woran. Israelische Firmen stellen in der Regel kaum mehr Ausländer ein, denn die gesetzlichen Bestimmungen sind knallhart. Ferner besteht der israelische Arbeitsmarkt aus genügend heimischen Arbeitslosen. Hinzu kommt die Visafrage, denn Touristen erhalten begrenzten Aufenthalt.

Einige dieser Leute wandten sich an mich, ob ich Tipps geben kann. Nein, kann und will ich nicht, denn ich frage mich, was ausgerechnet deutsche Nichtjuden in Israel zu suchen haben. Warum wollen sie hier leben ? Um ihr kleines bisschen (Holocaust)Schuld abzubauen ? Der israelische Alltag ist hart und selbst Israelis haben genug damit zu tun, sich im eigenen Land durchzusetzen. Was, frage ich mich, will dann ausgerechnet ein Tourist hier leben ?

Donnerstag, 24. Februar 2011

Grad Raketenangriff auf Beersheva

B"H

In der Chabad (Lubawitsch) Yeshiva in Beersheva hielt ein Rabbiner einen Vortrag als Mittowch abend der Sirenenanlarm zwecks des erneuten Luftangriffes auf Beersheva losging. Die Aufnahme lief weiter und gegen Schluss sind die Einschläge zu hören. 

Die Site der israelischen Armee, Dover Zahal, verkündet stolz, dass das Alarmsystem funktionierte und die Homefront sicher stand. Seien wir realistisch: Die Hamas probt Reichweiten und das zukünftige Ziel wird weder Beersheva noch Ashkelon lauten, sondern Tel Aviv.

Die unsichere Zukunft des Dizengoff Square


Der heutige Brunnen am Dizengoff Square in Tel Aviv. 

Photo: Miriam Woelke

B”H

Was machte Bürgermeister Shlomo Lahat im Jahre 1978 aus dem alten romantischen Dizengoff Square ? Eine Betonplattform, unter der die Dizengoff Street als Unterführung entlang läuft. In den 80iger Jahren war ich von der Plattform begeistert, denn besonders abends kann man dort herrlich sitzen und die sich abkühlende Sommerluft geniessen. Tagsüber trafen sich dort die alten ehemaligen Deutschen und heutigen israelischen Pensionäre zur Unterhaltung.



Im Vergleich: Der alte Dizengoff Square


Dieser Tage jedoch ist der Brunnen vernachlässigt und die Farbe blättert. Die alten Leute findet man nach wie vor am Brunnen, aber in Begleitung der philippinischen Altenpflege – Gastarbeiter.

Die Stadtverwaltung Tel Aviv denkt über die Zukunft der Plattform nach und am liebsten soll sie sofort verschwinden und der alte Square wieder her. Der Plan allerdings wurde bis auf Weiteres verworfen, denn die Stadt fand die nötigen Finanzen nicht. Jetzt ist ein Parkhaus an der Stelle im Gespräch und die Bewohner gehen auf die Barrikaden. All der Aufwand für ein hässliches neues Parkhaus ? Gebraucht wird es, denn die Innenstadt dürstet nach Parkplätzen, aber der Dizengoff Square wäre damit erst recht ein weitere Schandfleck der Stadt. Die Stadtverwaltung denkt weiter nach …

Blick auf die Altstadt von Zfat


Blick auf die Altstadt von Zfat (Safed) in Nordisrael. In ca. zwei Wochen werde ich nach langem wieder einmal in den Norden fahren. Auf einen Tagestrip, denn mehr lässt die Arbeit nicht zu. 

Photo Miriam Woelke

Wo sind meine Gedanken ?

B”H

Der Baal Shem Tov sagte einmal, dass ein Mensch dort ist, wo sich seine Gedanken befinden. Um diese chassidische Aussage auf die Aliyah (Einwanderung nach Israel) zu beziehen: Wer stetig an sein vorheriges Heimatland denkt, der ist nicht nach Israel eingewandert, sondern befindet sich nach wie vor daheim. Der Körper befindet sich in Israel, doch die Gedanken sind im früheren Heimatland und somit fand die Aliyah niemals statt.

Ich erlebte viele solcher Neueinwanderer, die es einfach nicht schafften, ihre Gedanken auf Israel zu konzentrieren. Bei mir fand das genaue Gegenteil statt. Wahrscheinlich, weil ich schon viele Jahre zuvor in Israel gelebt hatte. Ich war in einigen Kibbutz – Ulpanim zum Hebräischsprachkurs. Die Kibbutzim zogen uns durch das ganze Land auf Trips und Erklärungen zur Geschichte des Staates Israel. Die Landessprache erlernten wir von Muttersprachlern, die uns gleich dazu den landesüblichen Slang und die damit verbundene Soziologie lehrten. Wir hörten täglich im Unterricht die Radionachrichten und diskutierten sie durch. Als ich den letzten Sprachkurs verliess, zog ich in die Stadt und legte Wert auf israelische Mitbewohner. Kurz gesagt ich nahm die Worte meiner letzten Ulpanlehrerin Mimi wörtlich: Eine erfolgreiche Eingliederung in das Land findet aufgrund der Sprache sowie der Sozialisierung statt. 

Ich renne nicht herum und teile jedem meine Herkunft mit, sondern bin Normalo – Israeli mit einem Akzent in der Landessprache. Tausende Israelis haben einen Akzent und ab und an fragt mich jemand, woher ich komme. Wenn die Sprache auf das Thema “Wo man geboren wurde”, kommt es ab und an vor, dass einige Leute überrascht sind, dass ich nicht in Israel geboren worden bin. Sage ich “Deutschland”, erfolgt meist ein Nicken und das war es. Angemacht worden bin ich nie, aber das liegt meiner Meinung nach am Verhalten des Neueinwanderers. Was mir jedoch passierte war, dass ich als Deutsche in der Hinsicht verlacht worden bin, weil ich anfangs pünktlich zur Arbeit erschien und sogar arbeitete. Da kamen schon die Sprüche auf. Humorvoll und nicht ernst gemeint. Insgesamt aber “erleidet” jeder Neueinwanderer den meist sarkastischen Spott der Israelis. Wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass die Russen nicht selten richtig fahrig angegangen werden, aber das hat andere Gründe.

Der Franzose wird aufgrund seines Akzents nachgeahmt genauso wie der Amerikaner. Bei mir war es immer die pedantische Arbeitsweise (die ich schon längst abgelegt habe). Man muss halt damit umzugehen wissen, richtig antworten und nicht alles so tierisch Ernst nehmen.

Mittwoch, 23. Februar 2011

Tel Aviv: Die Stadt ohne Pause

B”H

Für mich stellt Tel Aviv nicht ausschliesslich eine Fun – Stadt da, obwohl der nationale Slogan der Stadt “Ir bli Hafsakah – Stadt ohne Pause” lautet. Touristen meinen, dass wenn sie schon einmal in Tel Aviv weilen, sie kräftig auf die Pauke hauen und sich zusaufen müssen. Von einer Bar in die andere und am Hafen sämtliches Entertainment abklappern.

Dabei hat die Stadt kulturell mehr zu bieten als rein in Mike’s Place am Strand und der wahre Tel Aviver hat eh seine eigenen Ecken und Vorlieben. Ein beliebter Anlaufpunkt tagsüber ist ein unscheinbares Restaurant in der King George, wo man eine Schüssel Suppe noch für einen einzigen Schekel bekommt (üblicher Preis 20 Schekel / 4 Euro). Ferner wird hier noch für zwanzig Schekel eine volle Mahlzeit serviert. Da die Leute draussen schlangestehen und ein Guard aufpasst, dass immer nur dann neue Gäste das Restaurant betreten, wenn andere Gesättigte es verlassen und somit Platz wird.

Übrigens kennt Tel Aviv seine Pausen und in vielen Gegenden herrscht kein 24 – Stunden Ramba Zamba. Dennoch haben wir Bewohner nicht selten die Qual der Wahl, sich für ein Event oder einen Kurs zu entscheiden, denn die Plakatwände mit den Ankündigungen sind nie leer.


Photos: Miriam Woelke

Ich liebe den Drama Kurs

B”H

Eine der Übungen auf Schauspielschulen ist die berühmte Praktik, sich in eine andere Person hineinzuversetzen. Wir alle kennen die Geschichte des Rotkäppchen, doch wer versetzt sich in den Wolf hinein ? Darüber hinaus, wer kann einen Menschen spielen, indem er das wölfische Verhalten mit in die Szene einbringt ?


Eine Szene aus der Sichtweise eines anderen zu spielen ist meiner Erfahrung auch eine Hilfe, sich selbst kennen zulernen. Jeden Mittwoch abend gehe ich zum Drama Kurs bei einem israelischen Schauspieler. Nicht, das seiner von uns aus dem Kurs schauspielerische Ambitionen hegt, doch ist es einfach Spass dort teilzunehmen.

Tel Aviv: Kreuzung Ibn Gvirol / Dizengoff


Downtown Tel Aviv: Kreuzung Ibn Gvirol / Dizengoff

Photo: Miriam Woelke

Ghaddafi kämpft bis zum letzten Atemzug


Cartoon: Arutz 7

B"H

Mein ungutes Gefühl bezüglich der Aufstände in zahlreichen arabischen Ländern bleibt nach wie vor bestehen und ich entdecke keineswegs rosige Demokratien am Horizont. Allein das Beispiel Ägypten zeigt uns, wie aus einer organisierten Staatsmacht Chaos werden kann und Israel wieder einmal neu bedroht wird.Insbesondere Ägypten machte internationale Schlagzeilen, weil die südafrikanische Journalistin Lara Logan (siehe Photo rechts) verhaftet und vergewaltigt wurde.

Dienstag, 22. Februar 2011

Leichte Frühlingsgefühle

kommen bei dem warmen Wetter, welches uns seit heute beehrt, auf. Morgen werden wir in Tel Aviv sogar 23 Grad Celsius geniessen.





Photos: Miriam Woelke

Mein Blog auf der Linkliste christlicher Missionare

B”H

Eine widerliche “Ehrung” sondergleichen erhielt ich von einigen fanatisch – durchgeknallten christlichen Sites. Freikirchen nennt man sie wohl und ihre Websites zeugen von abstrusen und wirren Ideologien, gegen die selbst der Papst alt aussieht. Ich frage mich immer wieder, wie man an einen solchen Schwachsinn glauben kann und wie real – denkende Deutsche sich den idiotischen Freikirchen hingeben und plötzlich in aller Ekstase ihre Visionen haben.

Wie dem auch sei, einige der durchgeknallten Freikirchen setzten diesen Blog auf ihre Linkliste und den Grund kann ich mir gut vorstellen. Man will einmal wieder über Israel lernen. Viele der Missionare planen, sich in Israel niederzulassen und Juden zu missionieren.

Ich weiss nicht, was diese Leute sich einbilden, aber für mich haben die echt einen Knall und hoffentlich schiebt unser Innenminister Eli Yishai sie schnellstens wieder ab. In der Thora steht, dass das Land (Israel) Leute, die nicht hierher gehören zu einem bestimmten Zeitpunkt “auskotzt”. Zu den Ausgekotzten gehören hoffentlich bald auch die Kellings (Klings …oder wie sie sich gerade nennen) !

Die letzten Juden aus Libyen

B"H

Seit einigen Jahren leben keine Juden mehr in Libyen, dabei hatte das Land einst eine viele Jahrhunderte alte jüdische Gemeinde. Die Mehrheit der Juden aus Libyen lebt heute in Israel.


Link:

Israels Satiregruppe LATMA gewinnt heimischen Medienpreis

B"H

"Israel Media Watch" zeichnet die israelische Satiregruppe LATMA mit einem Medienpreis aus. Als im Juni die FLOTILLA auf Gaza zuschipperte, betrieb Latma die beste und effektivste Pro - Israel Hasbarah. Die israelische Regierung hingegen erwies sich erneut als unfähig, dem Ausland die Terroristen - Flotilla aus der Türkei zu erklären und sich detalliert zu rechtfertigen. 

Hier nochmals das LATMA Video von damals, welches weltweit Aufsehen erregte:

Montag, 21. Februar 2011

Die Zettel in der Klagemauer (Kotel)


Photo: Miriam Woelke
B”H

Einen Touristen hörte ich sagen, dass Juden sowie Menschen anderer Religionen kleine Zettel in die Kotel (Klagemauer) stecken, weil G – tt dann sofort alles erhört und ggf. erfüllt.

Wahr oder nicht ?

Aus jüdischer Sicht ist dies eindeutig unwahr ! Es ist unerheblich, ob ich mich in Europa befinde und bete, in Sydney, auf dem Mount Everest oder am Amazonas. G – tt erhört alle Gebete und niemand muss deswegen unbedingt an die Klagemauer reisen und einen Zettel mit einer Bitte hineinstecken.

Ferner kann es viele Jahre dauern, ehe G – tt eine Bitte eventuell erfüllt. Der beste Beweis sind die jüdischen Vormütter. Sarah sowie Rebekka (Rivka) waren viele Jahre lang unfruchtbar und konnten keine Kinder gebären. Erst nach jahrelangen intensiven Gebeten erfüllte G – tt ihnen den Kinderwunsch. Dies allein lehrt uns, niemals aufzugeben, selbst wenn G – tt unsere Wünsche nicht in kürzester Zeit erfüllt.

Außerdem gibt es noch einen zweiten Grund: Manchmal richten wir Bitten und Wünsche an Ihn, bei denen Er weiß, dass eine Erfüllung nicht in Frage kommt. G – tt entscheidet, was gut für uns ist und wenn Er den Wunsch nach dem Lottogewinn partout nicht erfüllen will, so hat das seinen Grund.

Was die Kotel allerdings vom Rest der Welt unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich an dem Platz eine größere Keduscha (Heiligkeit) befindet. Adam und Eva (Chava) lebten auf dem Tempelberg, nachdem sie aus dem Paradies geflogen waren. Avraham war bereit, auf dem Tempelberg seinen Sohn Yitzchak zu opfern. Yaakov schlief dort als er den Traum mit der Leiter und den Engeln hatte und als G – tt das Universum erschuf, so befand sich der physikalische Ausgangspunkt dort, wo heute der Tempelberg steht. Als in den beiden Tempeln Opferungen dargebracht wurden, stieg der Rauch direkt zu G – tt auf. Und zwar in einer Linie.

Laut dem Talmud steigen am Tempelberg die Gebete direkt zu G – tt auf. Und das ohne jegliche Zettel. Wer in der Diaspora betet, dessen Gebete “reisen” erst nach Israel, dann nach Jerusalem und danach zum Tempelberg. Wer dagegen an der Klagemauer betet, der führt sozusagen ein Lokalgespräch mit G – tt und seine Gebete gehen keinerlei Umwege.

Benjamin Netanyahu zu Terror - Scheich Hassan Nasrallah (Hizbollah)


Update: Iranisches Kriegsschiff durchquert den Suez - Kanal Richtung Syrien

B"H

Update zu meinem gestrigen Report:


Bild des Tages


Gesehen in Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke

Sonntag, 20. Februar 2011

TEL AVIV

B"H

In der Hoffnung, dass nun auch alle Deutschen in der Lage sind, 
dieses Video anzuschauen und nicht schon wieder von ihren eigenen Authoritäten geblockt werden !

Sonntag, 20. Februar 2011



Photo: Miriam Woelke
 B"H
  
Sturm, hohe Wellen, fliegender Sand vom Strand über der Stadt und Regen. So zeigte sich heute nicht nur Tel Aviv. Sturm und Regen gibt es ebenso genug in Jerusalem. Bis morgen soll das scheussliche Wetter noch anhalten und ab Dienstag erwartet uns wieder die Sonne und höhere Temperaturen. 

Die BBC über GEERT WILDERS

B"H

Eine sehr gute Reportage der BBC über GEERT WILDERS. Das Video zeigt den dritten von insgesamt vier Teilen. Mit Absicht setzte ich gerade den dritten Teil in den Blog, denn wer sich nur kurz informieren will, der findet im Video fast alle detaillierten Infos.






Leider, so muss ich sagen, wir Geert Wilders so ziemlich durch den Dreck gezogen, anstatt das Europa sein Augenmerk auf das wahre Problem richtet. 

Iranisches Kriegsschiff durchquert den Suez - Kanal

B"H

Auf dem Weg nach Syrien durchquert ein iranisches Kriegsschiff den Suez - Kanal und in Israel wird befürchtet, dass dieses Geschehen bald alltäglich werden könnte, denn ausgerechnet die Ägypter erlaubten dem Feindesschiff freien Zutritt. Somit bewegt sich das Kriegsschiff auf ägyptischer Seite und Israel steht, mehr oder weniger, hilflos daneben. 

Was beabsichtigt der Iran ? Stärke zu zeigen oder die Welt einfach nur an eine neue Tatsache zu gewöhnen ? Mit der letzteren Absicht dürfte der Iran Erfolge aufweisen, denn die Welt nimmt tatsächlich nur wenig Kenntnis von dem Kriegsschiff nicht weit von der israelischen Küste.

Ein paar weitere Details bei Muqata !

Samstag, 19. Februar 2011

In Ostjerusalem


Im Arabischen Teil der Jerusalem Altstadt. Wer hier als Tourist anmarschiert, wird nicht selten über den Tisch gezogen. Arabische Händler versuchen den Passanten ihre Waren aufzuschwatzen und besonders Frauen werden zum Tee eingeladen. Kann aus einem sexuellem Hintergrund heraus sein, doch vorwiegend geht es darum, dem Touristen Ramsch zu überteuerten Preisen anzudrehen. Allgemein ist es im Arabischen Altstadtviertel sicher, doch bei Dunkelheit sollte der Tourist die Gegend meiden, denn dann wird es sexuell anzüglich und Frauen werden angegrabbscht.





Im christlichen Viertel der Altstadt. Zumeist von christlichen Arabern bewohnt. 



Kurz vor dem Damaskustor zur Altstadt.



Das Damaskustor in Ostjerusalem. Eine Hochburg der Hamas, doch gut bewacht von der israelischen Armee und daher recht sicher. Samstags gibt es auf dem Vorplatz einen billigen Markt mit allen erdenklichen Waren. Insbesondere billige Schuhe und Klamotten. 



Photos: Miriam Woelke

Immer mit dem Schlafsack durch Israel reisen

Photo: Traveler


B”H

Wenn Ihr in Israel unterwegs seid und in Hostels übernachtet, dann solltet Ihr auf alle Fälle eines mitbringen: Einen Schlafsack

Nicht in allen Hostels wird die Bettwäsche gewechselt, sondern hat jemand nur eine Nacht in dem Bett genächtigt und checkte am nächsten Morgen wieder aus, so wird die Bettwäsche in einigen Fällen nur gerade gezogen und an den nächsten Kunden abgegeben. So geschehen, unter anderem, im Jerusalemer Jaffa Gate Hostel oder im Hagalil Hostel in Tiberias.

Teilweise sind die Matratzen stark abgenutzt und verschmutzt. Genauso wie die Kissen. Und das, obwohl alles mit frischer sauberer Bettwäsche überzogen ist. Daher empfiehlt es sich immer, den eigenen Schlafsack mit dabei zu haben.

Avraham Tal "Orot - Lichter"


Tel Aviv


Freitag, 18. Februar 2011

Schabbat Schalom


Tel Aviv

Photo: Miriam Woelke
B"H

Wie ich es hasse an einem Freitag zu arbeiten ! Viele Israelis haben freitags frei und finden so Zeit, auf die Märkte zu strömen oder bummeln zu gehen. Bei mir fällt das momentan flach und ich arbiete bis 1 – 2 Stunden vor Schabbateinbruch. Tel Aviv bedeutet nicht selten Hetzerei, denn man muss Geld verdienen. “Ans Geld denken und irgendwie durch”, wahrscheinlich betrachtet das Proletariat alles aus dieser Sichtweise heraus.

Nichtsdestotrotz erwartet uns heute ein sonnig warmer Tag mit 23 Grad Celsius. “Pack die Badehose ein”, so in der Art. Die Zeitungen dagegen verkünden wenig Neues und unser Land schaut immer noch kritisch auf die Aufstände in den Arabischen Ländern. Insbesondere auf das, was danach folgt. 
Eher ein neuer Iran anstatt wahre Demokratie ?

Für den Normalo – Israeli jedoch steht das eigene Leben immer noch im Vordergrund. Sprich, den Lebensunterhalt verdienen, die Familie, Freunde und das Leben an sich. Und für mich kommt jetzt leider die Arbeit.

“Schabbat Schalom” an alle Leser !

Donnerstag, 17. Februar 2011

JANGLO: Jobs, Apartments, Events in Jerusalem & Tel Aviv


B”H

Mit einschlägigen israelischen Sites in hebräischer Sprache will ich erst gar nicht anfangen, denn die wenigsten Leser dürften der Sprache mächtig sein. Deswegen gebe ich Euch den Ratschlag, dass, falls Ihr einen Job oder eine Wohnung in Tel Aviv oder Jerusalem sucht, Euch bei JANGLO anzumelden. Die Site ist in englisch und daher werdet Ihr vielfach nicht die aktuellsten Angebote (wie auf hebräischen Sites) vorfinden, doch Janglo kann ein Anfang sein. Außerdem könnt Ihr auch selbst inserieren. 

JANGLO ist so eine Art großer bunter Flohmarkt, auf deme s alles gibt. Von Kaufangeboten bi shin zu Event Ankündigungen. Eines jedoch solltet Ihr unbedingt beachten, wenn Ihr Touristen seid: Denkt daran, dass es gewiss nicht leicht ist als Tourist einen Job zu ergattern. Zweitens: Vergesst nie, dass Euer Visum irgendwann abläuft und Ihr kein neues mehr ausgestellt bekommt, wenn Ihr das Land nicht für mindestens 6 Monate - 1 Jahr verlasst !

Bettler in Tel Aviv

B"H

Uch wünschte, es gebe eine Lösung für das im Video aufgezeigte Problem, doch nach wie vor ist das der Alltag in zahlreichen israelischen Städten.

Die Hizbollah droht Israel


 Die HIZBOLLAH in Hitler - Action

B”H

Der Libanese Hassan Nasrallah (Beruf: Terrorist) drohte wieder einmal Israel. In seinem Bunker sitzend gab Nasrallah bekannt, dass seine Hizbollah Nordisrael (Galiläa) besetzen werde. 

Dazu Premier Netanyahu: “Wer sich in seinem Bunker verkrieche, der solle gefälligst auch dort bleiben !”

Die israelische Armee in Social Networks

Meet the IDF Facebook-Twitter Commando



Bild des Tages


Neue Werbekampagne in der Tel Aviver Innenstadt.

Photo: Miriam Woelke

Mittwoch, 16. Februar 2011

Eine erfolgreiche Aliyah (Einwanderung nach Israel)

B"H

Was macht eine erfolgreiche Aliyah nach Israel aus oder welchen Ratschlag gebe ich jenen Juden, die sich entscheiden, nach Israel auszuwandern ? Ganz einfach:
Die hebräische Sprache erlernen und sich in die israelische Gesellschaft eingliedern. Job und Wohnung sind auch wichtig, keine Frage. Diesbezüglich jedoch würde ich mich bescheiden geben. Wieviele Leute aus aller Herren Länder traf ich nach ihrer Aliyah und fast alle fingen irgendwo klein an. Kleine Wohnung, kleines Zimmer oder Bruchbude gemietet und Job gesucht. Job, egal wo. Teller waschen, Hotelzimmer putzen, Telemarketing, kellnern, was gerade so kommt. Danach kann man immer noch etwas Besseres suchen, aber man ist erst einmal hier. Seht es als Abenteuer.

In Tel Aviv kenne ich einen kürzlich eingewanderten Belgier, der einen Job in einer Touristenbar annahm. Nicht ganz Bar, denn morgens gibt es auch Kaffee zu trinken. Der Arbeitgeber stellt ihm ein kleines Zimmer zur Verfügung und die Miete wird vom Lohn abgebucht. Heute sagte mir der Belgier, dass ihm das egal sei. Wo kriegt man hier in Tel Aviv so billig ein Zimmer und noch dazu ohne die monatlichen Rechnungen wie Stadtsteuer (Arnona), Wasser, Strom, Gas, etc. Wo ? Jetzt macht er halt erst einmal das und dann sehen wir weiter.

Deutsche mögen da oft ihr Sicherheitsdenken mitbringen und alles so durchorganisiert und gestylt wollen wie daheim. In Israel funktioniert das in den seltensten Fällen. Seid Euch bewusst, dase eine neue Sprache auf Euch zukommt, ein anderes Klima und eine wesentlich andere Mentalität. Die israelische Gesellschaft funktioniert nach anderen Maßstäben und es dauert ca. zwei bis drei Jahre das alles abzuchecken. Daher mein Rat: Sobald Ihr der Sprache einigermassen mächtig seid, mischt Euch unter Israelis und jammert nicht nach Deutschland. Seht die Vorteile sowie positiven Aspekte in Israel, denn hier findet Euer Leben statt. Versteift Euch nicht auf das Denken a la “Was wäre jetzt wohl in Deutschland ?” oder “Was würde man da jetzt sagen und machen ?”

“HALLO !” Hier spielt die Musik und es ist nach dem Ausstieg aus dem Flugzeug Zeit, sich in Israel einzugewöhnen. Das Klima ist anders und viele müssen halt sehen, wie sie durch den Winter kommen. Vor einigen Wochen machte ich diese Herausforderung noch im nordisraelischen Zfat mit. Ufff, war das kalt dort. Dagegen sind Jerusalem und die Berge Judäas die reinste Sauna. Zfat ist saukalt und da zieht man sich halt einen Pullover mehr über. Andere Bewohner jammern auch nicht den ganzen Tag, sondern sagten mir “Na, und. Kalt hier, aber was soll man machen. Der Sommer kommt schon wieder”.

Wenn ich den ganzen Tag herumhänge und alles pessimistisch ansehe, bringt mir das nichts außer Depressionen. Warum nicht das Positive sehen ? Okay, geht das Aliyahgeld aus, wird es oft eng mit dem Geld und man rennt hier jobben und da. Das jedoch weiss ich im voraus und wenn ich nicht flexibel bin, dann kann ich auch nicht helfen und derjenige sollte erst gar nicht kommen. In solchen Fällen werden Israelis sauer, denn sie betrachten denjenigen Oleh (Neueinwanderer), der ewig jammert als einen weiteren, der da das Aliyahgeld einstreicht und dann wieder abhaut. Sozusagen von unseren Steuergeldern lebt.

Weder ich noch andere hatten oder haben es einfach und ich könnte Tausend Krisen und deren Bewältigung auflisten. Eines sollte man nicht tun: Daheimsitzen und sich verkriechen. Geht hinaus in den Freundeskreis und sagt, was Euch bedrückt. In Tel Aviv unternehme ich viel man als in Jerusalem. Ich treibe Sport und nehme an vielen Kulturkursen teil. Umsonst. Auch das gibt es, wenn man nur sucht. Mittwochs gehe ich zu einem Theaterkurs, der von einem bekannten israelischen Regisseur geleitet wird. Das heutige Kursthema war eine Geschichte zu erzählen und hinterher dieselbe Geschichte aus einer anderen Perspektive wiederzugeben. Zuerst vielleicht verärgert und dann aus einer lustigen oder ruhigeren Sichtweise heraus. Eine Studentin berichtete, wie sie fast an einem Aufnahmekurs scheiterte. In der mündlichen Prüfung versagte, doch dann im Schriftlichen noch alles umdrehte. Wie aber konnten die mündlichen Prüfer sie nur so auflaufen lassen ?

Ich sagte dem Kursleiter vorab, dass Hebräisch nicht meine Muttersprache ist, doch das war egal. Außer mir waren allen anderen Teilnehmer geborene Israelis.

Was ich damit sagen will “Mischt Euch unter die Menge, selbst wenn Ihr die Sprache noch lange nicht perfekt beherrscht. Macht halt Fehler, aber geht aus Euch heraus. Job und Wohnung, okay, aber es ist auch wichtig, gesellschaftlichen Anschluss zu finden. Und das bedeutet nicht, dass ich mit einer Freundin im Cafe oder einer Bar hocke, sondern das ich mich aktiv engagiere.